Früh sind wir wieder on the road und wollen zur Stadt und Festung Kruja. Hannes hat einen Offroadweg herausgesucht und der Landy braust freudig los. Wegen einer Baustelle können wir den geplanten Weg nicht fahren und suchen uns auf holprigen Seitenwegli selber eine Offroad Piste….., wir kamen an.
Es ist schon fast unsere Tradition geworden, immer zuerst einen Kaffee zu trinken und ein bisschen das Leben zu beobachten. Heute gibts dazu noch einen grandiosen Blick auf die Ebene hinunter.

Der anschliessende Besuch des ethnografischen Museums ist beeindruckend. Im 150 jährigen Haus einer sehr wohlhabenden albanischen Familie wird das Leben von damals ausgestellt, vom Hamam über die Schnapsbrennerei bis zur Aussteuer der Braut und alles in orginal eingerichteten Räumen. Das Zweite, was Kruja für uns eindrücklich macht, ist eine alte Bazargasse. Obwohl dort heute viel Touristenkitsch verkauft wird, bestechen die alten Holzbauten.
Wir kaufen in kleinen Läden noch ein paar Lebensmittel ein, was jedes Mal eine kurze herzliche Begegnung mit der Bevölkerung ist.
Unser nächste Ziel ist ein einsamer Strand. Bis wir dort ankommen, müssen wir einerseites durch dichten Verkehr, den Hühnern und Fussgängern auf der Schnellstrasse ausweichen, und andererseits eine steile 4×4 Strecke über eine Bergkette fahren.
Aber der Ort ist die Anstrengungen wert. Wir sind alleine an einem schönen Sandstrand. Leider hat das Meer viel Abfall, v.a. Plastik angeschwemmt und weil hier nie Touristen herkommen, sammelt ihn niemand ein. Wir probieren, ihn auszublenden und geniessen einen Nachmittag an der Sonne und im T-Shirt. Endlich sind wir an der Wärme angekommen. Wir machen Meditationsübungen, Spaziergänge und kochen. Am Abend kommt noch ein Hirte mit seiner Ziegenherde vorbei.

Als es eindunkelt, machen wir ein Feuer am Strand und geniessen unser Glück. Plötzlich entdeckt Hannes ein Blinken am Ende der Bucht und wir erschrecken ein wenig. Doch schnell merken wir, dass es ganz viele Glühwürmchen sind. Es funkelt lustig immer mehr und wir sind umgeben von Sternen, Feuerfunken und Glühwürmchen. Das Meer spielt dazu eine kleine Nachtmusik.
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