Natürlich war es nicht unerwartet, dass wir gleich mit einer steilen Offroadstrecke starten mussten, den es galt ja, den Hügel, der uns gestern vom Meer trennte, in die andere Richtung zu bezwingen und wieder unter Menschen zu kommen. Ein grosses Kompliment an Fahrer und Landy, die sind schon ein tolles Team.
Auf der Schnellstrasse gehen wir tanken und merken, in grossen Tankstellen hat es WLAN, wir können unsere Blogs, die wir jedern Abend verfassen, online stellen.
Um die Mittagszeit sind wir am laaaangen Strand der Karavasta Lagune und befahren ihn kilometerlang mit dem Auto.

Hannes macht ein Fotoshoting mit dem Landy am Strand und ich gehen Muscheln suchen und fühle mich glücklich wie ein kleines Mädchen, fehlt nur noch das Kesseli.

Um die Lagune und die grosse fruchtbare Ebene von oben zu überblicken, wollen wir den Kaffee in einem Ausflugsrestaurant auf einem Berg trinken gehen. Wir geben den Weg ins GPS ein und folgen ihm. Er wird immer unwegsamer und schliesslich zur puren Offroad Strecke. Hannes beteuert, das nicht gewusst zu haben und so bleibt nur die Vermutung, dass sich GPS und Landy heimlich zusammen taten. Es ist eine lange, unerwartet anstrengende Fahrt. Oben angekommen, steigen wir sofort aus und laufen einen Weg nach oben. Nach Restaurant sieht es allerdings gar nicht aus. Plötzlich öffnet sich ein Holztor und ein netter Mann winkt uns herein. Wir stehen in einem Klosterhof. Der Herr geht direkt auf die Kirche zu und öffnet sie für uns. Wir stehen völlig unerwartet in einer unglaublich prächtigen, alten orthodoxen Kirche. Wir wissen gar nicht recht, wie uns geschieht und kommen aus dem Staunen fast nicht mehr heraus.

Zurück im Auto lesen wir nach, wo wir da waren: im Kloster Ardenica, einem der schönsten und ältesten von ganz Albanie. Wir sind froh, es nicht verpasst zu haben und dann gibts doch noch einen Kaffee mit Aussicht ein paar Minuten weiter weg. Die eindrückliche Kirche war den Holperweg mehr als wert, die Kaffeeaussicht wäre es nicht gewesen.
Wieder am Meer, wollen wir uns noch die moderne Salzgewinnung ansehen. Unerwartet gehts wieder über schlechteste Strasse und vom Salz sehen wir nur wenig. Aber das macht alles nichts, finden wir, auf unserem gemütlichen Stellplatz hinter einer Düne, die so unerwartete wunderbare Kirche hat uns für alles entschädigt.

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