Das Wetter ist heute morgen recht ratlos und unmotiviert. Der Wind ist strark und es sieht nach Regen aus. Wir lassen uns von dieser Stimmung anstecken und wissen zuerst auch nicht so recht, wohin die Reise an diesem grauen Tag gehen soll. Dann entschliessen wir uns, die Küste für einen Ausflug ins Landesinnere zu verlassen.
Dazu durchqueren wir nochmals Vlora, wo zur Zeit riesige Strandpromenaden und parallel dazu eine neue Strasse gebaut werden und das alles, während der Verkehr sich hindurchzwängt. Da kommen manche Verkehrsteilnehmner auf sehr fantasievolle Ideen….
Am Rande der Stadt wollen wir noch etwas einkaufen. Ich komme aber ratlos aus mehreren Geschäften wieder heraus, weil sie so wenig hatten und das Gemüse so schlecht aussah.
Zum Glück werden wir später bei einem sympathischen Strassenhändler fündig. Wir planen, auf einer Bergstrasse, von der 36 km nicht befestigt sind, nach Temele zu fahren. Dabei kommen wir an der antiken Höhensiedlung Amantia vorbei. Sie war 400 v.Ch. bewohnt. Fasziniert stehen wir in den Restmauern des Sportstadions und sehen sogar noch das Siegerpodest. Es gäbe noch mehr zu sehen, aber wir sind ratlos, wie weiter, da vor scharfen Hirtenhunden gewarnt wird. Da steigen wir doch lieber wieder ins Auto. Auf dem Höhenweg, der uns zünftig durchschüttelt, sehen wir immer wieder Herden von Schafen oder Ziegen und die dazugehörigen Hirten und Hunde.

Letztere nehmen ihre Aufgabe manchmal sehr ernst und rennen uns lange bellend nach. Kein gutes Gefühl und einer beisst dem Landy sogar vom Spritzschutzlappen hinter dem Rad ein Stück ab.

Als wir uns müde im Tal eine Kaffee bestellen, wird uns dieser von einem jungen Mann am Nachbartisch spendiert. wir sind berührt.
Als wir weiter durch eine arme Gegen fahren, die einen als Tourist manchmal auch ratlos werden lässt,

treffen wir ein deutsches Paar, welches wir vor ein paar Tagen kennenlernten und der Schwatz mit ihnen gab uns die Idee für einen Stellplatz. Wir steuert eine alte Brücke und heisse Quellen an. Diese sind im Moment zwar von Bier trinkenden Polen besetz, aber vielleicht gibt es am Sonntag einen Morgenschwumm.