Weil es hier so schön ist und uns der fahrfreie Tag so gut getan hat, beschliessen wir, noch einen anzuhängen. Aber natürlich liegen wir nicht auf der faulen Haut, sondern erkunden am Morgen die Neustadt. Vom historischen Kern laufen wir die steilen Strasse nach unten, wo das Leben statt findet. Die Bauten sind hier im Plattenstil und keine Augenweiden. Aber das Leben pulsiert und wir fühlen uns wohl mittendrin. Hier unten sind wir wieder fast die einzigen Touristen. Macht uns nichts mehr aus, wir sind langsam in Albanien angekommen und bewegen uns sicher durch Märkte und Geschäfte. Wieder wird ausgiebig Kaffee getrunken, was heisst, es wird ein Kaffee getrunken und lange Zeit Menschen beobachtet.

Es macht auch sehr Spass, in die vielen Konditoreien zu gehen, alles zu bewundern und sich vom Chef dann die Spezialität verkaufen zu lassen.

Und, ich habe den Klang Albanies gefunden. In einer Eisenwarenhandlung entdeckt ich Ziegen- und Schafglöckli. So hat Albanien für mich bis jetzt immer wieder getönt.

Nach der Neustadt heisst das Motto am Nachmittag wieder Vergangenheit. Wir besuchen das alte Wehrhaus der
Familie Zekati und die grosse Burg. Obwohl beides im Reiseführer als Highlight angepriesen wird und wirklich grossartig ist, fasziniert uns heute das aktuelle Leben mehr.

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