Wir geniessen das Erwachen eines neuen Tages, indem wir schon vom Bett aus auf die Lagune schauen.
Allzulange wollen wir uns nicht Zeit lassen mit dem Zmorgen, denn ich befürchte, dass Massen von Menschen von den Kreuzfahrtsschiffen mit uns die Ruinen von Buntrit besuchen werden. Als wir ankommen, ist der Parkplatz fast leer und wir sind auch nachher oft alleine. Scheinen nicht so kulturell interessiert diese Kreuzfahrer….
Buntrit ist ein sehr spezieller Ausgrabungsort. Er ist 2800 Jahre alt und enthält Bauten aus den verschiedensten Epochen. Diese Restbauten sind eingebettet in eine wunderbare Umgebung, sehr viele Bäume, Pflanzen, Kakteen. Die Vögel pfeiffen lauter als an der K10, im Wasser vor dem griechischen Tempel schwimmen und sonnen sich Schildkröten und eine Schlange verschwindet schnell unter den Stein im Theater.

Ich bin sehr angetan von all dem und lasse mich richtig verzaubern von der antiken Welt. Besonders ein Ort, wo die alten Griechen um Heilung nachgesucht haben, hat es mir angetan. Es ist das ersten Mal, dass mich antike Bauten so in ihren Bann ziehen. Ich denke an das alte orginale Steinornament, das mein Vater vor langer Zeit in der Türkei erstanden hat, das ich jetzt besitze und dem ich bis jetzt viel zu wenig Wertschätzung entgegenbrachte. Das wird sich ändern, versprochen.
So spatziern wir den ganzen Morgen durch die Vergangenheit, sehen, staunen, wundern uns. Verändert und bereichert verlassen wir das Gelände.
Es ist wieder an der Zeit, WLAN zu suchen, um die Blogs online zu stellen. Wir möchten euch ja nicht zu lange warten lassen. Im Schatten eines Hotelgarten finden wir das Gesuchte, essen dort Zmittag und treffen lustigerweise das deutsche Paar nochmals an. Da trifft man mitten im Nirgendwo ein Paar zweimal und merkt, dass beide Männer Fotofreaks sind und die Frauen fast das gleiche studiert haben.
Mit einer auch schon fast antiken Fähre überqueren wir einen kleinen Fluss und von jetzt an gehts wieder nach Norden.

Wir fahren durch Gegenden voller Oliven- und Zitrusbäumen, immer begleitet von gelb blühendem Ginster. Es soll eine weitere Übernachtung am Meer werden. Der erste Strand, den wir anfahren, gefällt uns nicht genug, zuviele Holzbauten werden für die Saison ausgebessert und überall hat es Tierherden und viele wilden Hunde. Also den Berg wieder hochfahren. Hannes hat die gute Nase und wir stellen uns neben einen Olivenhain, umgeben von wildem Thymian, mit einer grandiosen Aussicht aufs Meer.

Jetzt haben wir noch genug Zeit zum Brot backen, zum Lesen und um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.
Comments by Moni