Am Morgen schauen wir als erstes vom Bett aus aufs Meer. Ein tolles Erwachen!

Leider ist es bewölkt und wir können unsere Traumstrand nicht mehr in vollen Zügen geniessen. Als wir losfahren, beginnt es zu regnen. Aber wir sind am Meer, das Wetter wechselt schnell. Als wir in der Nähe des Gjipe Canyon ankommen, drücken schon wieder die ersten Sonnenstrahlen durch. Jetzt gilt es, die Abfahrt an den Strand und zum Canyon in Angriff zu nehmen. Im Offraod Führer steht, sie sei schwierig und nur für geübte Fahrer geeignet. Aber einmal mehr haben weder Hannes noch der Landy Schwierigkeiten.

Er kraxelt richtig hinunter und trifft unten einen Genossen.
Wir laufen den Canyon nach hinten, geniessen die roten und schwarzen Wände und staunen ob der grünen Pflanzen, die daraus spriessen.

Ohne Probleme nimmt der Landy den Rückweg in Angriff und arbeitet sich langsam und stetig über alle Felsbrocken wieder nach oben.
Auf der Weiterfahrt erfreuen wir uns an roten Felsgruppen und fühlen uns stellenweise wie in Amerika.
Spontan folgt Hannes einem Wegweiser zu einem Kloster, weil ihn der kleine Weg reizt. Dort angekommen, kehren wir gleich wieder um, weil uns bellende Hunde empfangen und das Kloster eher modern und bewohnt scheint.
Nach zwei Kurven kreuzen wir einen orthodoxen Mönch. Er sagt uns auf griechisch, er werde uns das Kloster zeigen, wir sollen mitkommen. Der liebenswerte Mann befiehlt die Hunde auf ihren Platz und zeigt uns seine Kirche. Sie ist neu, da die alte von den Kommunisten zerstört wurde. Wir verstehen leider nur wenig, von dem, was er uns alles erzählt, merken aber deutlich, wie schlimm das für ihn war und das er die Albaner gar nicht mag. Wir dürfen noch Kerzen anzünden und aus einer eigenen Quellen «Water speziale» abfüllen.

Es ist eine sehr herzliche Begegnung und wir bedauern ausserordentlich, dass wir uns der Sprache wegen nicht besser mit ihm unterhalten können.
Vom Meer wollen wir uns noch nicht trennen und verbringen den Abend am Strand von Dhermi. Ganz am Schluss des langen Strandes stossen wir auf ein sympathisches Restaurant. Zuerst trinken wir an der schattigen Strandbar Kaffee, dann setzten wir uns auf grosse Felsen und beobachten lange die gewaltige Brandung. Während die rote Sonne im Meer versinkt, sitzen wir bei Rotwein und sehr gutem Essen im Restaurant, wo wir dann auch auf dem Parkplatz, mit Meersicht versteht sich, übernachten dürfen.