Schweren Herzens verlassen wir die Küste. Die Fahrt nach Berat ist sehr abwechlungsreich. Sie führt zuerst über den 1000 Meter hohen Llogarapass. Auf der anderen Seite ist schlechtes Wettter, es regnet und sehr dunkle Wolken hängen am Himmel. Zum Glück können wir dem Wetter davon fahren. Wir kommen durch grosse und kleine Städte, durch Industrie- und Landwirtschaftsgebiete. Es ist eine sehr spannende Fahrt und fast ein Landesquerschnitt. An einer Quelle, wo viele Albaner ihre Wasserkanister füllen, bekommt auch der Landy Frischwasser. Unterwegs nehmen wir wieder Kontakt auf mit dem deutschen Paar, welches wir schon zweimal getroffen haben. Karin und Axel sind auch in Berat und so beschliessen wir, am Nachmittag gemeinsam unterwegs zu sein. Ganz spontan entscheiden Hannes und ich, nicht auf den geplanten Campingplatz zu gehen, sondern in ein Hotel. Wir wählen unbedarft eines aus dem Reiseführer und merken dann, es liegt genau neben dem von Karin und Axel… Es war eine gute Entscheidung, wir geniessen die Dusche extrem und können die Wäsche zum waschen abgeben. Zu zweit gehen wir vom muslimischen Viertel, indem wir wohnen, kurz in die Neustadt zum Zmittag. In Berat ist die Atmosphäre anders, als in den Städten, die wir schon kennen. Es hat sehr viele, top modern gekleidete, junge Erwachsene auf den Strassen. Das Handy scheint mindestens so wichtig wie bei der schweizer Jugend. Da wir uns so viele Jugendliche gar nicht erklären können, sprechen wir eine Gruppe an und erfahren, viele sind auf einem Schulausflug aus dem Kosovo.

Mit Karin und Axel steigen wir zur grossen Burg hoch. Sie ist fast die einzige im Balkan, die noch von mehreren hundert Leuten bewohnt wird.


Hannes und Axel fotographieren und fachsimpeln viel und Karin und ich geniessen es, in dieser Zeit einander zum Plaudern zu haben.

Es macht mir Spass, sie kennenzulernen und von den vielen Reisen zu hören, die sie schon gemacht haben.

Am Abend ziehen wir gemeinsam durch ein anderes Quartier und während die Männer Nachtaufnahmen machen, entdecken wir ein paar hübsche Gassen in der Stadt der 1000 Fenster.

Während dem Nachtessen entscheiden wir uns, am nächsten Tag zu viert den Osumocanyon zu besuchen.
Wir geniessen unser Hotelzimmer und freuen uns gleichzeitig wieder auf den Landy. Der wahre Luxus ist besteht darin, beides zu haben. Viel Landy und ab und zu wieder ein Hotel ist eine Topkombination.