Das Frühstück ist auf dem Bauerhofcampinglpatz inklusive und so sitzen wir um sieben Uhr vor einem wärmenden Cheminefeuer und es gibt ein urchiges Zmorge.
Früh sind wir on the road und fahren in einen blauen Morgen. Die Fahrt ist super schön. Es geht über Berge und immer wieder in Hochtäler. Partisanendenkmale gibt es genügen und zwei mal halten wir an. Die Gegend, in der wir unterwegs sind, liegt nahe der griechischen Grenze und war früher hart umkämpft.
Schon nahe der Stadt Korca suchen und finden wir das Atelie des modernen Künstlers Vasi Kolevica. Es ist eine grosse Lagerhalle in einem kleinen Dorf. Die Türe ist offen, aber niemand ist da. So schauen wir uns alleine um. Ein spannender Ort, an dem diverse Leute mit verschiedenen Materialen arbeiten. Es gefällt uns aber keine Skulptur oder keine Tongefäss so gut, dass wir bereuen, es nicht mit dem Landy transportieren zu können.

Jetzt ist es nur noch ein Katzensprung bis Korca und dort ist die Bierbrauerei unser erstes Ziel. Heute ist temperaturmässig allerdings kein Bierwetter, die Wolken ziehen schon wieder auf. In der Brauerei bekommen wir für 2 Euro pro Person eine Privatführung in Englisch. Der ältere Herr macht das sehr gut und motiviert uns für sein Bier, v.a. wenn wir es gefiltert und ungefiltert direkt ab Schlauch trinken dürfen.

Auch die Abfüllanlage ist eindrücklich und die Mitarbeiter sind stolz, wenn Hannes sie fotografiert. Wir erfragen ihren Lohn, 400 Euro pro Monat. Kontrolle der gebrauchten, gewaschenen Flaschen passiert per Auge, das ist ein Extrajob.
Mit genug Bier im leeren Magen machen wir uns auf Stadtrundgang. Also zuerst den Bauch füllen. Es gibt vieles über die Gasse, wir essen Pizza für 25 Rappen das Stück. Zum ersten Mal entdecke ich einen kleinen Laden, der sich beim Einrichten, Ausstellen und Anschreiben seiner Leckereien richtig Mühe gemacht hat. Der junge Mann, der alles selber herstellt, freut sich über mein Kompliment.

Auch sonst wirkt diese Stadt auf uns viel moderner als andere. Es gibt Läden und Cafés die man so auch bei uns finden würde. Schaut man dann aber in die Seitengassen, was wir gern und oft tun, wissen wir wieder, wo wir sind. Immer wieder treffen wir auch auf moderne Gebäude und der Künstler, den wir am Morgen besuchten, hat eine ganze Freilichtausstellung in einem Park. Die Stadt ist allgemein sehr grün und hat viele Alleen.
Schlafen wollen wir am Prespasee. Am Abend spazieren wir ans Ufer hinunter, kommen aber wegen dem Sumpf nicht nahe ans Wasser heran. Dabei hätten wir so gerne die seltenen Krauskopfpelikane gesehen.

Immerhin, einen schönen Vogel sehen wir und viele Andere veranstalten ein Abendkonzert für uns.
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