Mit Einheimischen oder Fasteinheimischen in einer Stadt unterwegs zu sein, ist immer das Beste.
Barbara zeigt uns am Morgen ihr Quartier in Tirana und ihren Lieblingsmarkt. Faszinierend ist es mitzuerleben, wie gut sie albanisch spricht und wie sicher sie sich hier bewegt.

Den Kaffee trinken wir mit ihrem Kollegen Ueli Landolt, einem Schweizer, der seit mehreren Jahren hier lebt. Er fährt uns anschliessend auch in die Olivenölproduktion, wo auch ein claroöl hergestellt wird. Die nette Besitzerin spricht recht gut Deutsch und erklärt uns alle Schritte, die zur Herstellung von Olivenöl notwendig sind. Es ist allerdings eine Trockenübung, da die nächsten Oliven erst im Oktober angeliefert werden. Sie wurde von diversen Ländern unterstützt, ist aber selber auch sehr engagiert und initiativ. So trocknet sie zum Beispiel die Reste der Pressung und heizt damit. Wir können vom feinen Öl, dass immer wieder Goldmedallien gewonnen hat, probieren und kaufen. Spannend finde ich, dass Oliven in Albanien ein mehrfaches kosten wie in Italien oder in Griechenland, weil sie sich alle auch als Speiseoliven eignen würden.

Dann ziehen Hannes und ich alleine durch die Strassen von Tirana. Wir fühlen uns hier wohl und es gefällt uns. Ich empfinde die Stadt als sehr modern, lebendig und quirlig. Sie wäre auch einen Städteflug wert. Die vielen topmodernen Cafés und Restaurants verblüffen mich, das hätte ich nicht erwartet. Der Hauptplatz ist, wie so vieles in Albanien, im Umbau, sehr symbolisch.

Gemeinsam mit Barbara gehen wir die BunkerArt anschauen. In der riesigen Bunkeranlage wird eindrücklich und beklemmend Albaniens Geschichte dargestellt.
Weil sie am Weg liegt, zeigt uns Barbara noch die Marubi-Filmakademie, mit der sie vor Jahren zusammen gearbeitet hat. Wir bekommen eine Führung auf französisch und staunen, ob diesem speziellen Ausbildungsort.

Mit einem weiteren Schweizer, der hier lebt, Martin, und Ueli gehen wir in ein Fischrestaurant Znacht essen. Nach einem Blick auf die Speisekarte gehen wir alle zusammen in die Küche und suchen uns den Fisch gleich selber aus.