Fahren, fahren, fahren ist heute angesagt und zwar immer nach Norden. Zuerst noch eine Zeit lang auf der schönen Küstenstrasse und dann auf der Autobahn. Während Hannes fährt, lese ich ihm vor und zwar nochmals aus dem Reiseführer über Albanien, über Land und Leute. Es ist spannend, gewisse Informationen nochmals zu lesen, jetzt mit einem eigenen Erfahrungsschatz. Hier ein paar eindrückliche Fakten: Albanien ist das zweitärmste Land in Europa. Die monatliche Rente beträgt 70 Euro. Während des 2. Weltkrieges wurden hier fast keine Juden festgenommen, weil alle von der Bevölkerung versteckt wurden. Arbeitslosigkeit 13%, Jugendarbeitslosigkeit 70%. Albanien kann praktisch keine Waren exportieren.
Auf der langen Fahrt diskutiern wir viel über das Land und wie wir es unterstützen könnten. Tourismus ist sicher gut für Albanien und so möchten wir euch alle ermuntern, Albanien zu besuchen, am besten, bevor die Massen kommen. Claro führt ein Olivenöl aus Albanien, dessen Produktion wir uns ja in Tirana anschauen durften. Wir hoffen, viele von euch werden es kaufen, denn das gibt den Menschen Arbeit, Hoffnung und Perspektive.
Dieses wunderschöne Land mit seinen herzlichen Bewohnern hat unsere Unterstützung verdient.
So geht der Tag mit vielen kleinen Stopps vorüber und gegen Abend sind wir im Norden von Kroatien und fahren auf die Insel Krk zum Übernachten. Da segelte ich früher in den Sommerferien mit meinen Eltern und auch jetzt stehen wir im Hafen und hören die Wanten klappern.
Es ist richtig heiss und so mache ich noch einen Schwumm. Das Wasser ist noch nicht ganz so warm wie erwartet, aber wer weiss, wann ich das nächste Mal am Mittelmeer bin.

Zum Znacht laufen wir vom Hafen ins Dörfli hinauf und sind überrascht an welch hübschem Ort wir gelandet sind.

Wir geniessen ein feines Znacht, ein Glacé und einen Spaziergang bei Sonnenuntergang.
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