Anstatt im Botel nochmals so ein hässliches Frühstück zu essen, stehen wir lieber früh auf, gehen auf die erste Fähre um 7 Uhr (arbeitet hier niemand vorher?) und machen uns auf für einen Stadtspaziergang in ein Aussenquartier im Westen von Amsterdam.

Wir lieben es, um diese Zeit unterwegs zu sein und zu spüren, wie die Stadt erwacht. Unser Fokus liegt jetzt natürlich auf einem Café zum Zmörgele, aber leider sind noch alle geschlossen(will hier niemand auswärts eine Kaffee trinken?). Auf einem Platz werden um ca.8 Uhr Stände für den Lebensmittelmarkt aufgebaut (will hier niemand früher einkaufen?). Wir merken deutlich, die Holländer scheinen keine Frühaufsteher zu sein, auch alle Läden sind noch geschlossen. Ein paar Kilometer weiter finden wir doch noch ein obersüsses Café. Weiter gehts durch Häuser des Baustiels Amsterdamer Schule.

Auch eine Kirche, die dazu passt gibt es und ich bin beeindruckt, dass sie nicht freisteht, sondern an die Wohnhäuser angebaut ist, um zu zeigen, dass Gott bei den Menschen ist.

Falls wir heute als Touristen auffallen, dann wohl am ehesten, weil wir zu Fuss und nicht mit dem Velo unterwegs sind. Von den Bedingungen für Velos hier können Zürcher nur träumen.
Wir lieben das Stadtwandern und es sind so heute Morgen sicher 10 Kilometer zusammengekommen. Da muss man sich natürlich stärken (siehe Titelbild).
Auf dem Heimweg kommen wir noch durch andere, wunderschöne Quartiere und sagen dann adieu, weil unsere Fähre nach Schottland wartet.
Um sechs Uhr abends hat sie alle Autos, Womos und Lastwagen verschluckt und wir stechen in See. Dick in Jacken eingemummelt sind wir viel an Deck, picknicken dort auch zum Znacht, sehen Holland kleiner werden und grosse Windräder im Meer sich drehen.



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