Mit viel Vorfreude auf unseres, seit langem wieder eigenes, Frühstück stehen wir auf. Doch daraus sollte nichts werden, denn unser Benzinkocher funktioniert nicht. Hannes, mein Mister Fixit für alles, wechselt Teile aus, studiert, gibt alles, aber leider ohne Erfolg. Also fahren wir unsere Route von gestern retour, um zuerst in einem Café, von dem wir wissen, es hat Wlan, zu recherchieren, woran es liegen könnte. Danach sind wir satt, wissen aber in Sachen Kocher noch nicht weiter. Also weiter retour in eine Stadt, inder wir gestern einen Outdoorladen gesehen haben. Dort kaufen wir Reinbenzin und hoffen, es wird dem Kocher wohltun. Testen werden wir es dann am Abend. Natürlich ist es nervig und mühsam, für solche Probleme einen halben Ferientag zu «velieren», andererseits haben wir ja so viel Zeit wie selten und sind uns bewusst, das sind Luxusprobleme.
Wir fahren durch die herrlich grüne schottische Landschaft. Die Wiesen sind weiss oder braun gepunktet. Das sind meist Schafe und manchmal Kühe oder Pferde. Und wir dachten immer, in Albanien gebe es sehr sehr viele Schafe…. Aber hier glögglen sie nicht so schön und werden auch nicht persönlich überwacht, sondern sind von Hecken und Natursteinmauern eingezäunt.
Im hübschen Städtchen Melrose besuchen wir die Abbey, eine beeindruckende gotische Klosterruine aus dem 14.-16. Jahrhundert. Wir reisen also auch da retour.

Weil in Schottland alle diese historischen Orte Eintritt kosten, lösen wir eine Jahresmitgliedschaft, vielleicht auch, ums uns selber zu motivieren, mehrere davon dann auch zu besichtigen.
Was uns heute und hier erwartet ist grandios. Fasziniert stehen wir in der alten Kirche, die zum Teil kein Dach mehr hat und bestaunen Spitzbögen und Steinmetzarbeiten. Das der rote Sandstein im Sonnenschein ganz besonders schön leuchten soll, probieren wir sofort wieder zu vergessen. Ich habe auch Freude am fotografieren bekommen und so entsteht oft ein kleiner Wettbewerb, das macht Spass und manchmal schafft es auch eines meiner Fotos in den Blog.
Da der Campingplatz an Ort wegen eines Festivals voll ist, reisen wir weiter nach Edinburgh.
Hier finden wir auf einem riesigen Camping noch Platz. Der ständige Wind hat auch sein Gutes, ich kann auch um sechs Uhr, bei bewölktem Himmel, noch Wäsche zum Trocknen aufhängen.

Blogen kann ich auch schon sehr früh, denn Hannes ist sehr intensiv mit unserem Kocher beschäftigt. Stolz kann ich vermelden, er läuft wieder, warum weiss Hannes auch nicht so genau, was ihn ärgert und nicht ganz in Ruhe lässt.

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