Wir haben richtig entschieden und sind dem guten Wetter nachgefahren. Der Westen muss noch warten, wir sind im sonnigen Osten. Also auf nach Edinburgh! Gefühlsmässig wären wir nach der Grossstadt Amsterdam lieber länger auf dem Land geblieben, aber geographisch passt das nicht.
Die Sonne scheint den ganzen Tag, es ist oft sogar heiss, auch das gibt es in Schottland.
Der Bus bringt uns vom Campinglpatz direkt ins pulsierende Zentrum.

Wie immer lassen wir uns treiben, zwischen New und Old town. Dabei «begegnen» wir Maria Stuart, der Queen, dem Reformator Knox und den schottischen Schriftstellern. Obwohl der Himmel meistens blau ist, macht die Stadt auf mich einen düsteren Eindruck, weil alle alten Gebäude aus dunklem Stein und durch Kohlestaub und Smog zum Teil fast schwarz sind.

Edinburgh ist eine riesige Stadt, aber sie wird durch Begegnungen mit Menschen persönlich. Zuerst kaufe ich einem Obdachlosen ein Strassenmagazin ab und unterhalte mich mit ihm, er erzählt mir aus seinem Leben und ich verstehe fast alles. Danach suchen wir den englischen claro auf. Als wir ankommen, verkündet eine Tafel, der Laden sei umgezogen, fast ans andere Ende der Innenstadt. Weil es uns jeweils Spass macht, ein Ziel anzusteuern, geniessen wir den Weg, entdecken Orte, die wir sonst nicht gefunden hätten.



Schliesslich stehen wir vor dem Oneworldshop im Studentenquartier. Im Laden treffen wir zum Glück eine nette Frau mit viel Erfahrung und so tauschen wir uns lange über den fairen Handel in unseren Ländern aus.

Jetzt steuern wir wieder ein paar Touristenziele an und treffen auf das neue schottische Parlament. Ein sehr umstrittener moderner Bau. Wir finden ihn toll.

Das war wieder sehr viel stadtwandern und wir sind unglaublich müde geworden. So setzten wir uns in einen Bus und fahren bis zur Endstation ans Meer. In den zweistöckigen Busen oben ganz vorne zu sitzen ist genial. Für diese Aussicht nehmen wir die Hitze gerne in Kauf. Am Meer finden wir nicht, was wir uns erhoften, essen in einem Einkaufszentrum, immerhin auf einer Terrasse mit Meeresblick, einen frühen Znacht und fahren wieder zurück. Das Abendprogramm ist ein Aufstieg auf den Hausberg. Dort oben geniessen wir lange die Aussicht und das Eindunkeln. Es ist sehr windig und kalt hier oben, aber wir haben die richtigen Kleider dabei. Leider ist der Sonnenuntergang nicht so schön wie gedacht, trotzdem war es der perfekte Tagesabschluss.

Weil die Sonne erst um 21.30h untergeht, können wir sogar noch im Hellen hinuntersteigen.

Richtig dunkel ist es erst gegen 23h, als wir schon fast wieder daheim sind.
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