Weiter gehts gen Norden, immer der Küste nach. Die Fischerdörfer, die wir passieren sind zum Teil sehr schmuck und ich merke, je mehr Blumen es in den Gärten hat, je mehr geht mein Herz auf.
Es gibt der Küste entlang einen 130 km langen Fernwanderweg.

Ein Stück davon laufen wir heute. Er führt fast immer dem Meer entlang und wir haben eine tolle Aussicht. Während dem Wandern denke ich speziell oft an Manuel, der jetzt auf dem PCT unterwegs ist und pro Tag ein Mehrfaches unserer Strecke bewältigen muss.
Als wir ganz unerwartet spezielle Felsen passieren, fühlen wir uns kurz wie in Amerika, schauen, staunen und fotografieren.


Im nächsten Dorf angekommen, stehen wir im Hafen vor einem der besten und bekanntesten Fisch and Chips Restaurants Schottlands. So jedenfalls betitelt sich das Lokal selber. Hannes kann nicht widerstehen und nimmt eine grosse Portion zum Zvieri. Gestärkt machen wir uns auf den Rückweg. Zum Glück bleibt das Wetter heute noch trocken.

Wir finden einen Schlafplatz auf einem Wanderparkplatz direkt am Meer. Weil es morgen regnen soll, fahren wir noch kurz nach St. Andrew, damit wir die Stadt und ihre Ruine auch noch in der Sonne gesehen haben.
Zurück an unserem Übernachtungsplatz kochen wir Znacht und essen ihn warm eingepackt am Strand.

Als wir am Tee kochen sind, spricht mich der Mann vom Van neben uns an und schenkt mir ein Muster getrocknetes Seegras. Es stellt sich heraus, dass er der Chef einer Truppe Leute ist, die hier seit längerem Seegras schneiden. Dieses wird getrocknet und v.a. in die USA exportiert. Wir sehen noch, wie sie ihr Tageswerk von heute einladen. Die Arbeiter sind eine internationale fröhliche Truppe und alle möchten noch den Landy besichtigen. Morgen sehr früh fahren sie für diese Saison das letzte Mal mit den Kanus zur Ernte hinaus. Wenn wir wollen und je nach Wetter, werden wir zuschauen und vom Chef Erklärungen bekommen. Dieses Angebot freut uns.
Der Fernwanderweg geht auch hier vor unserer Türe vorbei und wir folgen ihm als Abendspaziergang nochmals ein Stück dem Meer entlang. Wir werden dann jeweils schnell zu Jägern und Sammlern. Hannes jagt den schönsten Fotos nach und ich sammle die schönsten Muscheln. Kann man zwar alles nicht essen, macht aber glücklich.

Comments by Moni