Der Wind weckt mich. Hannes ist schon zum Fotografieren losgezogen, kommt aber unverrichteter Dinge wieder zurück, weil er fast von den Klippen geblasen wurde.
Zmorge kochen müssen wir im Auto, weil sonst die Flammen immer wieder ausgehen. Heute wäre der Himmel wieder einmal blau, aber wir können das nur bedingt geniessen. Man muss schon sehr Fan von diesm Land sein, um die gute Laune nicht zu verlieren. Ein riesiger Fan bin ich noch nicht, erste ein mittlerer, aber das kann sich ja noch entwickeln…
Weil uns alle Schotten bis jetzt vor allem den Norden und den Westen ihres Landes empfohlen haben, machen wir uns dorthin auf. Wir schneiden einen Küstenzipfel ab und fahren ins Landesinnere. Und sofort ist es wieder grün, grüner, am grünsten, so saftig und satt. Sobald die hügeligen Highlands beginnen, ist das Vergangenheit, den sie sind mit bräunlichem Heidekraut überzogen. Das war aber nur ein kurzer Vorgeschmack, wir kommen wieder in tiefere Lagen nach Alfort. Dort besucht Hannes ein witziges Museum für Fortbewegungsmittel.

Ich probiere mich wieder einmal durch die Reiseführer zu kämpfen. Das ist manchmal lustvoll, heute aber nur anstrengend und am Schluss weiss ich gar nicht mehr, was ich will. Wir pilgern an zwei Factorystores vorbei, die trotz ein paar netter Details nicht überzeugen.

So fahren wir ans Meer und machen in einem Delfinzentrum Halt. Nach ein paar Informationen setzen wir uns eine Stunde an den Strand und probieren selber Delfine zu sichten.

Leider erfolglos, aber die Stunde war entspannend und hat uns gutgetan. Als wir aus unserem windgeschützten Plätzchen kommen, pfeifft uns der Wind wieder enorm um die Ohren. Wir machen einen Spaziergang dem Flussdelta entlang und scouten so einen geschützten Platz für den Abend. Und so sitze ich jezt hier, mit Blick auf den Fluss, vielen Vögeln, die über mich hinwegziehen, zwar dick eingemummelt, aber zufrieden. Allerdings nicht sehr lange, den es wird immer kälter und obwohl noch taghell, kuschle ich mich in mein warmes Bett.
Soeben kommt Hannes von einem Drohenflug zurück und berichtet, dass er sein Spielzeug fast im Wind verloren hat.

(Der Landy ist ganz unten im Bild in der Mitte sichtbar)