Gleiches Szenario wie gestern, blauer Himmel, aber sehr sehr windig. Wenn wir draussen kochen und essen wollen, ist das eher störend. Wenn der Wind aber über die noch grünen Gerstenfelder streift, als wollte er den zukünftigen Whisky streicheln, wunderschön.
Wir machen einen grossen Lebensmitteleinkauf und wollen unseren berühmten Patsycake zum Zmittag machen. Am Hafen von Nairn ist der Wind dann aber so stark, dass wir im Landy kochen, die Quesadilla
aber draussen essen und der gewaltigen Brandung bei Hightide zuschauen.

Der Strand hier ist sehr bekannt und auch wir machen einen Spaziergang durch den puderzuckerfeinen Sand.

Mit Rückenwind geht das ganz flott, auf dem Heimweg ist es anstrengend, deshalb laufen wir nicht mehr dem Strand entlang, sonder durch eine Siedlung mit Mobilhomes. Davon gibt es viele in Schottland, es scheint eine beliebt Art zu sein, um zu wohnen oder Ferien zu machen. Ein fertig eingerichtetes Home kostet zwischen 35000 und 50000 Pfund. Da bleiben wir doch lieber im Landy und sind wirklich mobil. Bis jetzt hat er sich auch bei Wind bewährt und wir haben unsere bequemen Plätzchen drinnen gefunden, wenn auch nicht für Stunden. Nach einer guten Woche in Schottland wissen wir auch, was uns noch fehlt. In Inverness suchen wir zwei Outdoorshops auf und ich kaufe mir wärmere Hosen, eine Mütze und Handschuhe und wir beide erstehen Stulpen und ein Mückennetz.

Jetzt fühlen wir uns allen Situationen gewachsen und fahren auf den Campingplatz. Nach einer grossen Wäsche und Dusche kann das Abenteuer Highlands beginnen.
Hannes fragt gegen Abend, ob ich auch noch zu Fluss Ness hinunterkomme. Aus dem kurzen Abstecher wird ein Spaziergang in die Stadt Inverness mit ein bisschen lädelen und Znacht essen und hätten nicht alle Filme schon begonnen, wären wir auch noch im Kino gewesen.