Wir wollen Sonne, aber da ist keine! Unser Schlafplatz ist so schön gelegen, aber kaum komme ich aus dem Landy, bin ich nass vom Nieselregen. Das sind die Momente, wo man sich echt Mühe geben muss, die gute Laune nicht zu verlieren. So verweilen wir nicht mehr lange und fahren weiter.
Auf der Gegenfahrbahn kommt uns ein schweizer Landy entgegen, wir halten an und unterhalten uns kurz. Schade, dass die zwei in die andere Richtung unterwegs sind.
In Durness, fast am nordwestlichsten Punkt von Schottland, bestaunen wir zuerst eine Höhle mit integriertem Wasserfall.

Danach sehen wir uns ein Künstlerdorf in einer ehemaligen Radarfrühwarnstation an. Ich habe mich darauf gefreut, finde jetzt aber viele Ausstellungen zu bazarähnlich.

Nur die Schoggimanufaktur überzeugt uns. Mit erhöhtem Blutzuckerspiegel fahren wir zu den wunderbaren Stränden. Es regnet nicht mehr, ist aber noch grau verhangen und daher leuchtet das Wasser nicht so karibikblau wie «versprochen». Wir laufen trotzdem beiden Ständen entlang und geniessen es, Zeit zu haben. Wenn ein Reisecar kommt, wird nur vom Parkplatz aus fotografiert. Einzelne Individualtouristen spazieren am ersten Strand und den zweiten haben wir dann fast für uns alleine.

Weil das Wetter nicht besser werden will, starten wir unsere Fahr Richtung Süden. Die Landschaft verändert sich sehr, es wird richtig hügelig. Wasser bleibt unser Begleiter, sei es das Meer oder einer der unzähligen Flüsse oder Seen. Auf Letzteren hat es oft sogar Seerosen, das hat uns sehr überrascht.
Und plötzlich, wir haben nicht mehr damit gerechnet, erscheint die lang ersehnte Sonne. Wir haben gar nicht mehr gewusst, wie schön Wasser glitzern kann. An unserem Zielort, dem Point of Stoer, gibt es eine Wanderung, die wir trotz der fortgeschrittenen Zeit jetzt noch machen wollen.

Das ist das schöne am späten Sonnenuntergang, wir laufen um sechs Uhr los und die Sonne steht noch hoch am Himmel. Eine gute Stunde wandern wir hoch oben den Klippen entlang. Der Boden ist mit Gras bedeckt, aber darunter ist natürlich auch Moor. So federt es oft angenehm beim Laufen, aber es schmatzt und gurgelt auch unter den Sohlen, wenn es sehr nass ist. Dann sehen wir den eindrücklichen freistehenen Felsen im Meer, den «old men of Stoer».

Spät am Abend kommen wir müde auf den Campingplatz und sind zu schlapp zum Kochen, ernähren uns nur noch von Chips, aber blogen tun wir natürlich noch…..
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