Sie sind total süss, extrem scheu, sehr schnell und werden auch als Landplage bezeichnet. Die vielen vielen kleinen Hasen, die überall in Schottland herumflitzen. Sie sind die ersten Tiere, die wir schon beim Frühstück beobachten konnten. Wer sieht den Meister Lampe?

Wir fahren weiter der Küste entlang und kommen das erste Mal ganz nahe an den knudeligen Hochlandrindern vorbei. Einem Hinweisschild folgend laufen wir über Wiesen und gelangen zu schönen Steinsformationen, die wir, umgeben von Mövengeschrei, bewundern.

Im südlichen Teil der Insel, der eher gebirgig ist, wollen wir auf Steinadlerbeobachtung gehen. Nach meinen tollen Erfolgen beim Entenbeobachten, wagen wir uns an Grösseres.

Wir packen die Rucksäcke und wandern los. Gerne hätten wir an dieser Stelle  ein tolles Steinadlerbild platziert. Aber der erwartete Beobachtungsposten will und will nicht erscheinen. So setzten wir uns auf den Boden, essen unseren Proviant und schauen in die Lüfte. Da es stark windet und wir keine Adler erspähen, treten wir den Rückweg an. Kurz vor dem Auto treffen wir auf eine Grossfamilie Hochlandrinder und die sind so herzig, mir fast lieber als Adler.

Zurück auf dem Parkplatz bemerken wir unseren Fehler. Wir sind am falschen Ort gestartet und haben deshalb das Beobachtungshaus nicht gefunden.
Die Insel Lewis und Harris, auf der wir sind, ist recht dünn besiedelt und es gibt wenige Möglichkeiten einzukaufen. Wir haben in dieser Hinsicht nicht so gut geplant und probieren unser Glück noch in einer kleinen Fährhafenstadt. Aber es ist schon zu spät, alles ist geschlossen.
So greifen wir auf unsere Notvorrat zurück und fahren noch eine spannende Strecke an der Westküste entlang und überall hat es natürlich Schafe.

Das Gras am Strassenrand schein am besten zu schmecken, denn sie sind oft dort oder mitten auf der Strasse. Wieder erwartet uns ein wunderbarer Strand und wir kochen mit bester Aussicht Znacht.

Uta und Thomas stehen auch schon da, es macht Freude, sie wiederzusehen und nach dem Znacht sitzen wir wieder gemütlich bei ihnen an der Wärme.
Gegen Mitternacht, als wir in den Landy zurückkommen, beschliessen wir, diesen noch umzuparkieren, denn der Wind hat zugenommen und es ist wichtig, dass wir im richtigen Winkel zu ihm stehen.