Nachdem wir drei Tage schönes Wetter geniessen durften, ist es heute morgen wieder all scottish. Bei diesem Wetter wollen wir nicht hier bleiben und verabschieden uns herzlich von Uta und Thomas. Sie sind so sympathische, interessante Leute, ich hoffe, wir werden sie einmal in der Schweiz, in Deutschland oder irgendwo beim Reisen wiedersehen.

Heute ist typisches Museumswettter und so gehen wir dem berühmten Harris-Tweed-Stoff nach. Er wird hier auf der Insel seit Jahrzehnten hergestellt und hat neuerdings auch in der haut-couture seinen Platz. In vielen Häusern klappern die Webstühle, wir sehen nur das Endresultat und eine Ausstellung über eine der bekanntesten Weberinnen.


Stoff kaufen wir keinen, ich erwerbe lieber ein ganzes Schaffell, das zur Zeit gerade meine Beine wunderbar wärmt.

Wir fahren auf dem «golden circle», einer Single-track-road durch das südliche Harris. Trotz schlechtem Wetter ist es wunderbar. Man sieht fast immer Wasser, manchmal Meer, manchmal Seen. Wir können uns gut vorstellen, wie die tollen Farben die Tweedstoffe inspirieren.

Die Gegend ist noch einsamer als auf der Nordinsel und doch ist ein gemütliches Café im Nowhere sehr gut besucht. Auch wir kuscheln uns hier in die Sofas, essen heisse Suppe und Kuchen und planen unsere Reise weiter. Daraus folgt, dass wir an einen kleinen Fährhafen fahren und am Abend auf die Insel Uisth übersetzten.