Unser Tablet erwacht leider nicht wieder zum Leben, obwohl Hannes auf unterschiedliche Weisen probiert, ihm dieses einzuhauchen. Zum Glück hat er aber alle Karten auch auf dem Handy und so navigieren wir damit.

Da die Wetterprognosen bis morgen Mittag schlecht sind, stellen wir uns auf einen unspektakulären Tag ein. Wir wollen nicht einfach weiterfahren, sondern noch ein bisschen auf Uist bleiben. Im Regen steuern wir verschiedene Shops an, kaufen Lachs in diversen Formen und merken, dass wir auf den Fahrersitzen recht gut lunchen können, quasi mit Tisch zwischen uns.
Obwohl wir schon sehr oft Ebbe und Flut erlebt haben, fasziniert uns dieses Phänomen immer wieder. Hier auf der Insel sieht man es nicht nur am Strand, sondern fast noch eindrücklicher in den vielen kleinen Meeresfingern mit ihren vielen kleinen Inseln. Wenn sich das Wasser zurückgezogen hat, erscheint eine ganz neue Seegrasschicht und das gibt mit allem anderen tolle Farbspiele. Leider wurden sie fast nie von der Sonne beleuchtet.

Wir stellen uns vor, am Nachmittag in ein hübsches Café zu sitzen und zu lesen. Aber Pech gehabt, das Erste ist hässlich und das Zweite schliesst gerade. Weil es nicht regnet, machen wir einen Lauf am endlosen, weissen Sandstrand, müssen uns dabei aber heftig dem Wind entgegenstellen.
Als Schlafplatz suchen wir uns eine geschützte Stelle in den Dünen, aber die Zeltblache des Landydachs wird arg geschüttelt.
Heute war nicht unser Traumtag. Unsere Stimmung war nur mässig und so empfinden wir alles kälter, grauer und trostloser und auch kleinere Landyunannehmlichkeiten fühlen sich gross an.