Castelbay, der Name des Ortes ist durchaus wörtlich zu nehmen und so besichtigen wir das kleine Castel in der kleinen Bay.

Zum Eintritt gehört eine Fahrt im Motorboot dazu. Von aussen würde man nicht denken, dass sich im Castle ein Innenhof und darum herum drei Häuschen befinden.

Vom Schlafzimmer aus hatte man einen Superblick, trotzdem möchte ich nicht dort nächtigen, denn sie hatten sicher nicht so eine effektive Heizung wie wir im Landy.
Hier auf dem kleinen Barra empfinden wir die Stimmung sehr friedlich und freundlich. Die Post ist gleichzeitig ein Café, weil sie sonst nicht überleben könnte und auch am Abend erzählt uns der Campingwart, er sei auch noch Pöstler, weil es sonst nicht reicht. Man kennt sich, man grüsst sich und die Touristen, man ist zufrieden und das strahlt aus.
Am Strand einer Halbinsel geniessen wir die Zeit und beschliessen dann, eine Entscheidung über die weitere Route zu fällen. Unendlich viel Zeit haben wir nicht mehr und weil wir immer wieder Fähren brauchen, wollen wir uns jetzt festlegen. Zum Glück sind wir uns jeweils schnell einig und so buchen wir für morgen zwei Fähren und stossen mit einem Glacé auf unsere Entscheidung an. Ich habe zwar selten so warm eingepackt Eis gegessen, aber wenn schon mal die Sonne so lange scheint und es Goldmedaillenglacé gibt, müssen wir zugreifen.

Wir nutzen das schöne Wetter, machen eine kleine Wanderung, auf der wir winzige wilde Orchideen sehen, die mich sehr faszinieren.


Danach fahren wir wieder einmal auf einen Campingplatz. Dieser ist sehr schön am Meer gelegen und sympathisch verwaltet. Wir essen unsere dritte Mahlzeit am Tag draussen, aber zum langen Sitzen ist es dann doch zu kühl und im Nachhinein sind wir froh darum, denn so sind wir noch zu einem wunderschönen Abendspaziergang aufgebrochen. Er führt uns an einen alten Friedhof am Meer, wir schauen der Brandung zu, sehen die Sonne untergehen und suchen uns einen Weg über die Steine zurück.

Gut aufgewärmt und tief zufrieden gehen wir schlafen.
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