Heute geht unsere Planung nicht ganz so gut auf wie gestern. Der Morgenlauf zu einem Leuchtturm hinaus entfällt wegen schlechtem Wetter. So fahren wir auf der Halbinsel zurück und halten bei Sky-Skynes. Hier werden seit Jahrzehnten Schafffelle haltbar gemacht. Ganz früher hat man die Felle genutzt, dann eine Weile lang weggeworfen und jetzt nutzt man sie wieder. Ist ja ein richtiger Boom im Moment, Schafffelle liegen zur kalten Jahreszeit auf jedem Restaurantstuhl. Wir bekommen eine kurze persönliche Führung im kleinen Betrieb, wo zwei Personen Arbeit finden.

Der Shop dazu ist sehr modern und sehr geschmackvoll eingerichtet.

Da ich mir ja schon vor ein paar Tagen ein Fell gekauft habe, erstehen wir Wollpullover für unsere Jungs. Aber ganz oft greife ich in die vielen weichen Felle, ein unbeschreibliches Gefühl, warm, kuschelig, geborgen.
In der Jurte, die als gemütliches Café eingerichtet ist, arbeiten wir an unserem Blog und reservieren ein Hotel für Glasgow.

Auf der nächsten Halbinsel gibt es einen Korallenstrand, den ich unbedingt sehen möchte. Obwohl man eine halbe Stunde hinlaufen muss, haben sich erstaunlich viele Leute aufgemacht. Auf den ersten Blick sieht der Strand dann aus wie jeder andere. Schaut man näher, sieht man, dass das weisse kein Sand ist, sondern kleine, schon gut abgeschliffene Teile einer Korallenart.

Faszinierend, aber noch mehr packt mich wieder das Muschelsuchen, da ich eine unglaublich schöne, blau-violette Art entdeckt habe.
Oft warte ich ja auf Hannes, weil er noch fotografiert. Heute ist es umgekehrt, er wartet und amüsiert sich, wie die Leute auf den Strand reagieren und wie schnell sie oft wieder weg sind.
Als wir auf dem Heimweg sind, holt uns der schottische Regen wieder ein und hört bis am Abend fast nicht mehr auf. Wir fahren zum Nestpoint, einem bekannten Aussichtsort mit hohen Klippen. Hier herrscht noch reger Betrieb. Wir suchen uns ein geschütztes Plätzchen für den Landy und während ich uns wärmende Gemüsesuppe koche, sitzt Hannes bei Bier und Chips auf dem Fahrersitz und beobachtet die Leute beim Sightseeing und beim Parkieren. Obwohl das Wetter schlechter nicht sein könnte, sind wir sehr guter Stimmung. Manchmal frage ich mich selber, wie uns das so oft gelingt.
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