Die Nacht war laut, denn unser Dachzelt hat heftig im Wind geklappert. Wir schlafen am Morgen lange und beim Erwachen regnet es immer noch. So gibt es das Geburtstagsfrühstück für Hannes leider im Landy.
Es regnet nicht nur, sondern das erste Mal in Schottland erleben wir auch dicken Nebel. Von der tollen Aussicht sieht man gar nichts mehr. So beschliessen wir, in die nächste grössere Stadt zu fahren. Die Landschaft verwandelt sich in eine nass-neblig-grün-brauen Masse, gespickt mit triefenden Schafen. In den Wiesen, die ja immer schon nass und moorig waren, bilden sich schnell Bäche und Teiche. Wasser und Nässe überall, drinnen und draussen, oben und unten. Hannes aber fährt gerne und mit Schwung durch alle grossen Pfützen auf dem Weg.
Neben einer Laundry, die wir dringend brauchen, gibt es öffentliche Duschen und da sie sauber und geheizt sind, werden Wäsche und Besitzer wieder rein. Der Scheibenwischer macht den ganzen Tag wisch und wir wasch.
Am Nachmittag planen wir in einem hübschen Café, wie es weiter gehen soll. Wir fahren noch einmal auf eine Halbinsel, nach Elgol. Unterwegs hört der Regen auf und wir geniessen die Fahrt und halten immer wieder an, um uns an den Farben zu erfreuen.

Am Ziel angekommen, finden wir ein einziges Restaurant, das aber sehr einladend und freundlich wirkt. Perfekt für ein Geburtstagsznacht, aber leider ausgebucht. Das finde ich extrem schade, bin richtig enttäuscht, mehr als Hannes. So machen wir uns auf, am Strand spazieren zu gehen. Und da beschenkt die Natur das Geburtstagskind mit einer wunderbaren Szenerie und immer stärker werdendem Licht. Die Sonne ist zurück.