Die eine Halbinsel verlassend, steuern wir auf die nächste zu, es ist diejenige, mit den höchsten Bergen, Cuillin. Die Fahrt für sich ist wieder ein Traum, obwohl der Himmel eher  bedeckt ist. Auf einer kleinen, einsamen Strasse kurven wir ganz nahe am Wasser entlang und halten an, um eine Fischfarm von oben ein bisschen zu beobachten. Mit dem Feldstecher sehen wir, dass die Fische ständig in die Luft springen und schon sehr gross sind. Ich vermute, sie tun das, weil sie nicht mehr viel Platz zum Schwimmen haben. Eines der Becken ist abgedeckt und ein Schiff mit arbeitender Mannschaft steht ganz eng daneben. Wir denken, dass die Fische in diesem Kreis gerade getötet werden. Ein sehr mulmiges Gefühl beschleicht mich. Obwohl ich mich auch schon mit Fischfarmen auseinandergesetzt habe und ihre Vorteile gegenüber Wildfang kenne, vergeht mir der Appetit, solchen Fisch zu essen im Moment sehr.

Hannes hat ein Ziel herausgesucht, das in keinem unserer Reiseführer steht und er gerne fotografieren möchte, die «fairy pools». Als wir jedoch dort ankommen, sind wir erschlagen, es hat sooo viele Autos dort und sooo viele Menschen sind unterwegs zu den märchenhaften Tümpeln. Wir haben keine Lust mehr hinzugehen und verschieben es auf später.
Am Meer finden wir einen Platz zum Zmittag essen, ausruhen und lesen. Obwohl der Nebel auf den Berggpifeln hängt, machen wir uns noch zu einem Lauf auf, den Bewegung muss sein. Und das Gefühl nach zwei Stunden beim Heimkommen bestätigt, es war richtig.

Früh sind wir an unserem Schlafplatz in einer Waldlichtung und kochen ein eher aufwändiges Menu im Landy. Es klappt und schmeckt gut, wir sind ein eingespieltes Team und jeder Handgriff sitzt auf dem relativ engen Raum.