Das gab es schon lange nicht mehr, am Morgen ein T-shirt anziehen. Herrlich! Wir frühstücken draussen und bleiben noch lange am schönen Strand sitzen. Weil Ebbe ist, ergibt sich ein tolles Streifenmuster von rotem Sand und blauem Wasser.

Wir geniessen die Wärme, lesen, planen und diskutieren.
Als wir aufbrechen, ist es schon fast Mittag. Wir fahren um die Applecross-Halbinsel herum und haben das Gefühl, wir fahren durch verschiedene Welten. Es geht von der Ostküste Amerikas über die Schweiz auf den Mond. Ïn Shieldaig lunchen wir in Sandalen und haben wieder einmal richtig Lust auf kühlenden Salat.

Weil wir keine Wetterprognosen gehört hatten, können wir unser Glück noch kaum fassen.
Dann geniessen wir die Stimmung, den Blick auf ein Loch und Kaffee und Kuchen in einem herzigen Café, von denen es in Schottland wirklich ganz viele gibt.

Wieder stellen wir ein paar Bolgeinträge online und das gibt jeweils doch einiges an Arbeit, obwohl die Texte geschrieben und die Fotos gemacht und ausgesucht sind. Während Hannes am Laptop arbeitet, beobachte ich verschiedene Familien, die hier mit ihren Kindern Mittag essen. Ab und zu denke ich, hoffentlich habe ich das früher mit meinen Jungs besser gemacht.
Es gefällt uns sehr gut auf dieser Halbinsel, friedlich und unspektakulär wirkt alles. Deshalb ist wieder viel Zeit vergangen, bis wir uns aufmachen.
Weil das Wetter so top ist, machen wir uns am späteren Nachmittag zum Wandern bereit. Wir umrunden zwei See und suchen gemeinsam nach Fotomotiven. Es macht Spass, die Umgebung so genau anzuschauen und wir entdecken Raupen, Frösche, Libellen, Birken, Farne und Seerosen.


Als die Sonne nicht mehr so hoch steht, kehren wir zu unserem gemeinsamen Lieblingsobjekt zurück und probieren beide unser Glück. Langes Stehenbleiben ist aber nicht möglich, sonst wird man sofort von diversem Getier gestochen.
Fast vier Stunden waren wir unterwegs und ich bin, im Gegensatz zu Hannes, recht geschafft. So fahren wir nur noch ein kurzes Stück bis zu einem Aussichtsparkplatz und essen dort kalte Reste zum Znacht.
Hannes hat es streng, muss gleich weiter fotografieren, weil es einen schönen Sonnenuntergang gibt.

Bis ein kühlnder Wind einsetzt hat es aber schon wieder viele der eckelhaften Midges und da bleibt mir nur die Flucht ins Auto. Die Midges sind die wirklichen Monster der Gegend, nicht das Lochnessmonster.
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