Weil wir uns entschieden haben, die letzten zwei Tage vor Glasgow auf der Halbinsel Kintyer zu verbringen, brechen wir früh auf, den wir müssen weit in den Süden fahren. Der Plan ist, zuerst ein Stück zu fahren und dann zu frühstücken. Wieder einmal nicht so einfach, denn auf jedem potentiellen Platz steht noch schlafend ein Camper und den wollen wir nicht mit unserem Pfannengeklapper wecken. Zum Glück war das so, denn wir kommen am berühmten Eilean Donan Castel vorbei und weil es noch nicht offen hat, kochen wir auf dem Besucherparkplatz Porridge und Kaffee und geniessen alles mit bester Schlosssicht. Dieses Castel haben wir schon so oft gesehen, weil es vorne auf unserem Reiseführer abgebildet ist.

Als die Touristenscharen eintreffen, sind wir schon fertig mit Abwaschen und fahren weiter. Die Landschaft ist immer noch hügelig und sehr karg. Je weiter südlich wir kommen, je mehr Bäume und Sträucher hat es wieder und je wärmer blässt der Wind.
In Oban machen wir Halt, weil uns Thomas die Distillery empfohlen hat. Schon von aussen empfängt uns ein feiner Hefeduft.

Eine Tour machen wir nicht mehr, aber der Whisky soll gut sein und so erstehen wir eine Flasche, um Silvans Wunsch zu erfüllen. Wir schlendern noch eine Runde durch die Stadt, bestaunen den Seafood, der direkt von den Schiffen verkauft wird und machen uns dann nochmals zum Weiterfahren auf.

Die Landschaft erinnert uns immer mehr an Südengland. In den Gärten hat es viel mehr Blumen als im Norden und vieles wirkt sehr liebevoll. Ich staune immer wieder über die herzigen Cafés, gepaart mit Laden, Post oder Geschenkshop.
Nach einem warmen Tag beginnt es jetzt zu regnen. Das bringt uns nicht mehr aus der Fassung, wir finden einen Stellplatz und läuten den Abend mit Wein und Chips im geliebten Landy ein.