Glasgow empfinde ich als sehr wache, pulsierende Stadt. Wir machen heute, was wir so lieben in Städten, hindurch schlendern. Wir lassen uns treiben, entdecken, steuern darauf zu. Heute zieht uns als erstes eine goldene Kuppel an und beim näher kommen, stehen wir vor einem grossen Sikhtempel, bald danach vor einer kleinen Synagoge in einem noblen Viertel.

Beides passt eher zu unserem Nachmittagsthema. Am Mittag machen wir eine Führung in der Kunstschule und werden von einer jungen Studentin in die Architektur und Geschichte von Macintosh, dem berühmten Architekten aus Glasgow um 1900, eingeführt. Sie erzählt und zeigt uns alles begeistert und steckt uns an. Leider ist die alte School of Art nicht zu besichtigen, weil sie wegen eines Feuers renoviert wird.

Aber am Model sehen wir auch viel und Möbelstücke besichtigen wir im Orginal in der neuen, modernen Schule.

Leider ist der Himmel wieder einmal Wolken verhangen und es regnet immer wieder. Das lässt die Stadt düster wirken. Wir entscheiden uns als nächstes für ein Museum über die verschiedenen Religionen, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Ein spannendes Thema, aber ich empfinde die Ausstellung als sehr anstrengend, was an der Sprache oder auch der Art der Präsentation gelegen haben mag.
Es ist Samstagabend und die Stadt ist voller Menschen. Viele Junge sind unterwegs, Miniröcke und Stöckelschuhe sind trotz dem kalten nassen Wetter oft zu sehen. Überhaupt scheint das Wetter den Einheimischen nicht so viel auszumachen.

Bands spielen im Regen auf der Strasse und man sitzt halt mit Schirmen draussen vor den Cafés.

Auf unseren Wegen begegnen wir immer wieder grossen Streetartmalereien auf Hausfassaden, die mich sehr faszinieren.

Der Abend wird aber nicht lange für uns, nach einem feinen giechischen Znacht steuern wir bald unser warmes, trockenes Hotelzimmer an.
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