Städte empfinde ich immer als spannend, aber auch anstrengend. Das mag auch daran liegen, dass wir so viel zu Fuss unterwegs sind. Heute machen wir uns gleich nach dem Frühstück auf ins Westend, ein trendiges Stadtquartier, zu dem wir eine Stunde lang hin spazieren. Es macht Spass, die verschiedenen Wohnquartiere zu sehen und zu diskutieren, wo wir gerne einziehen würden. Westend finde ich sehr sympathisch, sei es von den Häusern, den Restaurants oder den Läden her. Hier liegt auch der botanische Garten, der unser erstes Ziel ist.

Wir staunen, wie viele Familien, Touristen und Sommercamps hier an einem frühen Sonntagmorgen schon unterwegs sind. Aber da der Garten riesig ist, verteilen sich die Leute gut und alle können in Ruhe die friedliche Stimmung geniessen.


Weiter geht es zu Fuss an den River Clyde hinunter. Wieder ein ganzes Stück zu laufen, bis wir am Riversidemuseum ankommen. Ein architektonisch sehr spezielles Gebäude, das ein Verkehrsmuseum beherbergt. Wir stärken uns zuerst im Restaurant und stürzen uns dann ins Getümmel, weil das Museum ein beliebtes Ausflugsziel mit Kindern ist. Mir wird vor allem der farbige Hippibus in Erinnerung bleiben.

Unter dem Vordach warten wir, bis ein Regenschauer nachlässt und laufen dann immer dem Fluss entlang wieder in die Stadt. Der Fluss will irgendwie nicht ganz zur Stadt passen, obwohl hier früher Schiffe gebaut wurden. Heute läuft am Ufer wenig, man spürt nichts vom pulsierenden Zentrum.

Die Nähe zum Meer merkt man aber in den Strassen, weil dort laut kreischende, grosse Möven allgegenwärtig sind.
Jetzt bin ich wirklich sehr müde und wir lassen uns in einem Café in die Polster fallen und von einem DJ beschallen. Die Erholung reicht gerade bis ins Hotel, wo wir nochmals die Füsse hochlegen, bevor wir Nachtessen gehen.
Hannes findet im Netz den Blog eines Paares, das mit dem Landy auf Weltreise ist. Weil es dazu für uns zur Zeit nicht reicht, trösten wir uns mit einem «Znachtbuffet around the world».
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