Wir verlassen Glasgow bei blauem Himmel und Sonnenschein. Hannes hat beim Navi die Autobahnen herausgenommen und so fahren wir auf Localstrassen durch Vorstadtquartiere. Diese gefallen mir zum Teil sehr gut und erinnern mich an Edinburgh. Wir haben heute ein witziges Ziel. Der Landy soll neue Mudflaps bekommen, weil ihm diese ja in Albanien von einem, uns jagenden, Hirtenhund angebissen wurden. Wir möchten uns beim Landy bedanken, dass er uns ohne Probleme zu machen, drei Monate tolle Ferien ermöglicht hat. Aber es ist nicht ganz einfach, einen Shop zu finden, der so etwas verkauft. Schliesslich macht Hannes eine Werkstatt ausfindig, mit angeschlossenem 4×4 Café. Das tönt spannend, obwohl wir uns nichts genaues darunter vorstellen können.
Als wir ankommen, begegnen wir einer sympathischen Frau, die ein kleines Café neben der Werkstatt ihres Mannes führt.


Es ist recht versteckt und doch gut von Einheimischen besucht. Sie freut sich, dass wir ihre Gäste sind und zum Kaffee gibt es Guetzli in Landyform. Das lässt unsere Herzen höher schlagen. Auch der Landy bekommt sein Goody und sieht jetzt wieder top aus.

Wir bewegen uns jetzt in einer Gegend, in Südschottland, die wir nicht extra ansteuern würden, durch die wir aber müssen, weil wir auf dem Weg nach Newcastle zur Fähre sind.
Halt machen wir noch kurz in Dumfries, das für seine schönen Brücken und den Rummel um den Dichter Robert Burns bekannt ist.

Gefallen hat es uns mässig, dafür sind die nächsten zwei Stops Highlights. Wir tauchen nochmals in das alte Schottland ein und besuchen die Sweetheard Abbey.
Sie ist eine wunderschöne, rot leuchtende Ruine eines Klosters und zieht mich sofort in ihren Bann. Das Dach fehlt grösstenteils und deshalb ist der Boden mit englischem Rasen bedeckt, was im Sonnenlicht eine starke Farbkombination ergibt.

Wir fotografieren wieder um die Wette und haben Spass, nachher unsere Werke zu vergleichen.
Am Abend steuern wir als letztes Schottlanderlebnis das Caelaverock Castle an. Das ist die Ruine einer dreieckigen Trotzburg aus dem Mittelalter. Sie steht, umgeben von einem Wassergraben, stolz in Mitten grüner Wiesen. Da sie schon geschlossen ist, können wir sie heute Abend nur umlaufen und von aussen bewundern.

Auf dem Parkplatz, mit Schlosssicht, koche ich im T-Shirt (!) Nachtessen und wir stossen auf unseren letzten ganzen Schottlandtag an.