Als wir erwachen, ist die Küste von Holland schon ganz nahe und nach Frühstück und Wartezeit im Auto rollen wir von der Fähre. Auf kleineren Strassen fahren wir noch ein bisschen dem Meer entlang und merken wieder, wie sympathisch wir Holland finden. Wir entscheiden uns spontan, durch Leiden zu fahren. Da waren wir vor Jahren auf einer Velotour mit unseren Jungs und ich habe noch den Satz in Erinnerung «leiden in Leiden», warum genau weiss ich nicht mehr.

Auch wir leiden heute hier ein wenig, weil wegen eines Missverständnisses unsere Stimmung nicht die beste ist.
Auf der Autobahn gibt es wegen einer Baustelle einen langen Stau und so erreichen wir unser Ziel, Köln, nicht mehr.

Wir planen um und gehen in Xanter im alten Gotikhaus Nachtessen.

Es ist schön, draussen an der Wärme zu sitzen und wir lassen unsere Ferien nochmals in uns aufsteigen und vergleichen unsere Erinnerungen.
Als Schlafplatz hat Hannes einen kleinen Rheinfährhafen ausgesucht. Es ist ein stimmungsvoller Platz. Im Restaurant trinken wir noch Tee und beobachten die vielen Frachtschiffe, die ganz nahe vorbeifahren. Viele schöne Momente im heutigen Tag, aber es war nicht unser bester. Wir leiden, weil unsere Ferien zuende sind und weil wir heute nicht die gewohnte Nähe zueinander finden.
Jetzt sitzen wir auf einer steinigen Fährrampe, beobachten Fischer und Schifffe im Dunkeln und ich atme den letzten Abend tief und dankbar ein.
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