Wir wachen ziemlich gerädert auf. Es regnet immer noch in Strömen.

Darum und verlassen wir den Hafen von Tanger Med Richtung Chefchaouen, ein Apfel als Zmorgen muss reichen. Silvan hat uns empfohlen der Mittelmeerküste entlang zu fahren, um dann durch ein Tal im Riffgebirge nach Chefchaouen zu gelangen. Der Regen ist aber so stark, dass wir die Route abkürzen. Die Pfützen auf den Strassen sind z.T so tief, dass wir wegen möglichen nicht sichtbaren Schlaglöchern oft sehr langsam fahren müssen. Die meisten Bäche an den Hängen sind überlaufen und das Wasser fliesst über die Strasse. Die Flüsse haben Hochwasser und wir sehen Brücken, wo das Wasser nicht mehr viel Platz hat. Es macht mir Angst, wenn ich mir vorstelle, was passiert, wenn das so weiter regnet.
Wir haben mit Silvan auf dem Campingplatz von Chefschaouen abgemacht. Unser GPS führt uns eine Route über eine sehr steile Strasse, so dass Manuels am Steuer zuerst Zweifel hat, dass wir da überhaupt hochkommen. Natürlich ist das kein Problem mit dem Landi. Wir fahren durch das Campingtor

und sehen bald unter den Bäumen Silvans VW-Bus.

Auf diesen Moment habe ich mich schon lange so gefreut. Wegen des Wetters sitzt Silvan im Bus und sieht uns erst, also wir anklopfen. Er hat uns eigentlich erst morgen erwartet. Trotzdem ist die Wiedersehensfreude gross. Silvan macht uns einen Thé de Menth während Manuel und ich eine Portion Pasta verdrücken.
Gegen den Nachmittag stoppt der Regen und die Sonne drückt sogar durch die Wolken.

Wir laufen nach Chefchaouen runter und lassen uns durch die Gassen treiben, bzw. Silvan führt uns. Er ist schon eine Woche hier, kennt sich aus und kennt darum den einen oder andern ami schon. Es freut mich das so zu erleben.



Wir trinken in einem Cafe einen Tee und planen die nächsten Tage. Da das Wetter bis Ende Woche immer noch kalt und regnerisch angesagt ist, beschliessen wir schon morgen in den Süden Richtung Quarzazate aufzubrechen. Dort hat Manuel einige Wanderungen herausgesucht. Ich habe Respekt davor eine Wanderung zu finden, die Manuel nicht unter- und mich nicht überfordert.
Znacht essen wir in einem Restaurant, wo ich auch die letzten drei Blogbeiträge online stellen kann.
Manuel schläft diese Nacht bei Silvan. Ich lassen ihnen ihre Bruderzeit gerne, es freut mich sehr zu sehen, wie sie sich über das Wiedersehen freuen.
Comments by Hannes Schneeberger