Die Nacht war recht kalt, so dass ich froh bin um unsere Doppeldecke. Vor dem Aufstehen, stelle ich die Heizung an. Dann schreibe ich an der Wärme den Blog von gestern fertig, koche Kaffee und Porridge für uns drei.

Zu dritt essen wir im Landi Zmorge, enger als in Silvans Bus, aber wärmer. Nicht so früh wie geplant, machen wir uns auf den Weg Richtung Küste. Wir rechnen für die Strecke bis Quarazazate 2 Tage, müssen also heute bis etwas auf die Höhe von Casablanca kommen. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich. Manuel findet es ist nie langweilig, es gibt immer etwas zu beobachten am Strassenrand: Kühe und Schafe, die gehütet werden; Schulkinder, die auf dem Fussmarsch nach Hause unterwegs sind; Eselkarren fahren am Strassenrand; überall stehen Leute herum und warten wahrscheinlich auf einen Bus oder Petit Taxi; viele Leute scheinen über längere Strecken zu Fuss unterwegs zu sein… Als wir mal am Strassenrand halten kommt eine Mann auf einem kleinen Töffli vorbei und stellt sich als «Police de la region» vor. Wir unterhalten uns ein wenig. Er meint, dass in seiner Region alles in Ordnung ist, dann fährt er weiter, was sein Töffli hergibt
Nach dem Mittag kaufen wir in einem kleinen Städtchen ein und essen ein Sandwich.

Hier scheint auch einmal für ein längere Zeit die Sonne. Im Reiseführer finden wir einen Campingplatz nördlich von Casablance, den wir ansteuern wollen. Um ca 17:00 Uhr fahren wir durch den Stossverkehr in Rabat. Hier heisst es vorsichtig sein aber trotzdem in Bewegung bleiben und klar signalisieren, wohin man fahren möchten. Der Campingplatz liegt direkt am Atlantik, ist eng mit Weissware aus Frankreich, Spanien und Holland belegt. Wir bauen Tisch und Stühle draussen auf und beginnen mit dem Kochen. Fürs Essen flüchten wir dann in den Bus, da es wieder zu regnen begonnen hat.