Während der Nacht hat sich der Wind gelegt. Wir stehen zeitig auf, Manuel macht uns Zmorgen.

Dann geht es weiter auf der Piste. Wir passieren einen ersten Polizeiposten. Dort werden wir registiert und den andern Polizeiposten entlang der Piste gemeldet.

Weiter fahren durch eine Stein- und Kieswüste, z.T auch über getrocknete Schlammoberfläche.

Für Silvans Bus sind jetzt auch die kleinen sandigen Stellen kein Problem mehr. Um kleine Palmenhaine herum sehen wir Dromedare z.T auch mit Jungen. Wir kommen aber nicht so nahe an sie heran.

Auch Esel sehen wir mitten in der Wüste, wo keine Pfanze weit und breit zu sehen ist. Wie die wohl hier überleben? Manuel nutzt die Geländegängigkeit des Landis und dreht seine Kreise in der Wüste.

Bei einem nächsten Polizeiposten schicke sie uns einen andern Weg, bzw. über eine Schlaufe wieder zurück nach Foum Zguid, obwohl wir eigentlich noch weiter Richtung Osten fahren wollten. Wir verstehen den Grund nicht ganz, vielleicht ist es der aufkommende Sandsturm. Wir folgen der Anweisung des Polizisten und fahren in die angegebene Richtung. Der Wind wir immer stärker. Es dauert nicht lange, beginnt es im Mund auch bei geschlossenem Autofenster zu kiesen. Der Sand kommt überalle hin. Aussteigen ist jetzt sehr ungemütlich. Oft sehen wir kaum 50m.

Zum Glück haben wir den Funk, um uns zu verständigen. Es geht alles gut, bis wir zu Sandverwehungen bzw. regelrechten kleinen Dünen kommen. Da käme Silvan nicht mehr durch. Wir kommen überein, dass es wahrscheinlich besser ist, den Bus jetzt schon ins Schlepptau zu nehmen, den Bergegurt haben wir am Landi immer noch angemacht und um das Reserverad gewickelt.

Mit eingelegten Sperren schaffen wir die kritischen Stellen als Gespann. Der Wind lässt nicht nach, aber das Ziel wird absehbar. Zwischendurch streickt noch das Navigations-Tablet wegen Ueberhitzung, was wir mit dem Einschalten der Klimaanlage beheben können. Zurück auf der Teerstrasse geht es dann wegen dem niedrigen Reifendruck langsam wieder Richtung Foum Zguid. Wir verwerfen unseren Plan, bei diesem Wind nochmals in der Wüste einen Uebernachtungsplatz zu suchen, sondern peilen einen Campingplatz im Ort an. Dort schlagen wir Quartier auf im Windschatten von Palmen und einer Mauer. Wir unternehmen einen eher erfolglosen Versuch uns und unsere Autos innen und aussen zu entsanden. Der Sand wird uns als Souvenier über unsere Reise hinaus begleiten.
Da wir seit dem Zmorgen noch nichts gegessen haben, entschliessen wir uns, dass Silvan und Manuel in den Ort spazieren, dort etwas zum Snacken kaufen und dass wir am Abend dann noch Kochen werden. Ich bleibe auf dem Campingplatz und arbeite an den Fotos und dem Blog.
Es kommt anders als geplant. Die beiden Brüder trinken nach dem Einkauf noch einen Tee und werden dann von Mustafa, einem jungen Marokkaner, nochmals zu Tee, Fladenbrot, Oliven etc. eingeladen. Sie erfahren, dass er in der Wüste, aufgewachsen ist, in Agadir Englisch studiert hat und jetzt wieder zurückgekommen ist. Er arbeitet im Shop seines Cousins und bietet ab und zu Touren in die Wüste an.
Mit gefülltem Magen kocht es sich nicht so leicht. So trinken wir noch einen Tee und essen den Snack.
Wir möchte gerne nochmals in die Wüste und dort auch übernachten. Zu dritt im Landi wäre das schon möglich. Eine Alternative wäre, einen Führer zu engagieren. Wir entscheiden uns morgen Informationen dazu einzuholen, einen potentiellen Führer kennen Silvan und Manuel ja schon.
Comments by Hannes Schneeberger