Während ich mir meinen Kaffee koche, stehen auch unsere Nachbarn auf.

Es ist ein deutsches Paar mit Hund, welches bis vor drei Monaten in Zürich gewohnt hat. Sie verkauften ihr Hab und Gut und sind nun mit ihrem neuen Zuhause, einen Defender, unterwegs. Wir tauschen uns natürlich aus über das Auto und das Reisen.
Zum Zmorgen kocht uns Silvan spanische Tortilla.

Danach gehen wir auf eine erste Tour in den Ort. Wir wollen Mustafa treffen und in einem Cafe mit Internet wegen Wüstentouren recherchieren. Im ganzen Dorf ist Stromausfall, so dass wir nach einem Jus d’Orange unverrichteter wieder Richtung Campingplatz ziehen. Unterwegs spricht uns der Marokkaner Hakim an, der Wüstentouren anbietet. Wir sind zuerst unsicher, wie fest wir und auf seine Erzählungen einlassen sollen. Am Ende landen wir doch bei ihm zu Hause. Er erzählt viel, rückt aber mit konkreten Informationen lange nicht raus.
(Hier wäre ein Bild von Hakim. Aber nachdem wir die Tour nicht mit ihm gemacht haben, hat er von mir verlangt, das Bild zu löschen.)
Nach einem Tee wissen wir dann aber, dass eine Tour mit ihm 2000 Dirham kosten würde. Wir sagen ihn, dass wir es uns das überlegen werden, on verra, inshallah.
Wieder auf dem Campingplatz geht jeder seinen Beschäftigungen nach. Es wird gewaschen, gelesen, Katze gestreichelt, am Bus gewerkelt.


Unser zweiter Gang in den Ort ist erfolgreicher. Wir treffen Mustafa im Restaurant und setzen uns zu ihm. Strom ist wieder da und damit auch das Internet, wenn auch jenes sehr schleppend (zwei Blogbeiträge hochladen dauern 1.5h). Mustafa macht uns einen Tourvorschlag: mit dem 4×4 ca 70km in die Wüste fahren, einen Kamelritt, im Bivak übernachten, Sonnenauf- und -untergang geniesen und auf der Heimfahrt noch ein Wüstendorf besichtigen. Der Freundschaftspreis ist 1700 Dirham, inkl alles Essen und Auto des Führer. Da Mustafa auch englisch spricht, so dass Manuel auch mehr versteht und weil die Jungs einen guten Draht zu Mustafa haben, gehen wir auf das Angebot ein.

Wir werden uns Morgen um 09:00 Uhr im Ort treffen und dann geht es nochmals ab in die Wüste.
Comments by Hannes Schneeberger