Silvan und Manuel haben nicht im Zelt geschlafen.

Ich wecke sie für den Sonnenaufgang. Dazu gehen wir auf die höchste Düne in der Nähe. Leider ist der Horizont milchig bzw. dunstig und wir sehen den roten Ball nicht. Erst als die Sonne schon etwas höher steht, beginnt sie ihr Licht auf die Dünen zu werfen.

Nach dem Frühstück machen wir mit Mustafa noch einen Dünenspaziergang.

Er zeigt uns Spuren von Tieren und auch einige besonderen Steine. Mich fasziniert vorallem, wie unterschiedlich der Sand ist, mal fest, dann sehr weich, so dass er am Abhang fast wie Wasser zu fliesen beginnt, wenn man darauf tritt.
Auf der Rückfahrt nach Foum Zguid können wir bei Mustafas Mutter Ziegenmilch probieren und bei seinem Vater Kamelmilch. Die Ziegenmilch schmeck für mich wie flüssiger Fetakäse und die Kamelmilch liegt geschmacklich zwischen der Ziege und der Kuhmilch.
Am Mittag sind wir zurück. Der Orangensaft im Restaurant wird um eine Mittagessen erweitert, zu dem wir Mustafa einladen. Von ihm hat Manuel erfahren, wo es Teppiche zu kaufen gibt und dass er ihm bei den Preisverhandlungen helfen würde. Darum gehen wir zusammen in dieses kleine Geschäft. Wir schauen uns einige alte, traditionelle handgemachte Berberteppiche an.

Der Verkäufer nennt einen Preis für zwei Teppiche zusammen von 7000 Dirham. Auf ein tieferes Angebot von Manuel geht er nicht gross ein. Es würde also ca. CHF 300 für ein 1.2m x 2m grossen und CHF 400 für einen 1.5m x 2.5m grossen Teppich ausmachen. Mustafa bestätige uns, dass diese Angaben schon korrekt und realistisch seien. Eigentlich haben wir keinen Grund Mustafa zu misstrauen, trotzdem sind wir unsicher. Wir sagen dem Verkäufer, dass wir es uns noch überlegen müssen. Silvan hat sich in der Zwischenzeit ein Datapaket für seine marokkanische SIM-Karte gekauft und wir treffen ihn auf dem Campingplatz.
Nach einer kurzen Ruhepause gehen Silvan und Manuel mit Mustafa ins Hamam und ich widme mich dem defekten Kompressor. Bald habe ich herausgefunden, dass ein kleiner Schlauch geplatzt ist. Einen Ersatz finde ich aber hier im Ort leider nicht. Auch meine weiteren Reperaturversucht scheitern, was mich etwas frustriert. Bei meiner Suche im Dorf hat mich Hakim von Vorgestern nochmals angesprochen. Er ist enttäuscht, bzw. eher verärgert, dass wir nicht auf sein Angebot eingegangen sind. Er verlangt von mir, dass ich das geschossene Bild lösche, was ich natürlich zusichere.
Nach den Nachtessen planen wir die letzten Tage.
Comments by Hannes Schneeberger