Vor seiner Abreise hat Silvan mal zum Spass gesagt, dass er in Marokko eine Geburtstagsparty machen werde und wir alle eingeladen sind. So kam die Idee auf, mit Manuel nach Marokko zu fahren. Heute ist dieser Geburtstag. Es wird keine grosse Party geben, aber die Gratulation ist sehr herzlich. Als Geschenke aus der Schweiz hat er eine kleine Axt und Schnitzmesser erhalten.
Gestern haben wir entschieden, dass wir wegen den Distanzen nicht mehr an die Atlantikküste fahren werden, sondern wir uns von Foum Zguid über Zagora wieder Richtung Norden bewegen werden.
Zuerst gilt es aber die Teppichfrage zu lösen. Manuel und ich schmieden unseren Verhandlungsplan. Uns gefallen die Teppiche und wir entscheiden uns auch Mustafa und dem Verkäufer zu glauben. Aber etwas wollen wir den Preis schon noch drücken. Als wir beim Händler vorbeigehen, gibt es zuerst natürlich einen Tee. Wir schauen auch andere Schmuckstücke und Gegenstände an. Der Händler erzählt, dass er in den heissen Monaten, wenn das Geschäft schlecht läuft, bei den Nomaden vorbeigeht und die Artikel von ihnen kauft oder oft auch eintauscht. Die Nomaden produzierten die Gegenstände für sich und weniger für den Verkauf. Erst wenn sie dann Geld brauchen verkaufen sie. Die Teppiche oder der Schmuck sind so eine Art Geldanlage. Jedenfalls können wir den Preis für die beiden Teppiche nochmals 10% herunterhandeln und erhalten 4 Schmuckgegenstände ober drauf.
Wir erfahren auch, dass es möglich, ist über diesen Händler Teppiche auf Bestellung bei den Nomaden herstellen zu lassen. Der Preis ist natürlich abhängig von der Grösse und dem Material, liegt aber dann so zwischen 1500 und 2000 MAD (ca 150-200 CHF). Vielleicht wäre das etwas für unsere nächste Marokkoreise im Februar 2019. Die Verabschiedung von Mustafa ist sehr herzlich. Am Ende schenkt er Silvan sogar noch seine Sandalen.
Wir fahren los Richtung Zagora. Es ist eigentlich eine Strecke durch die Wüste. Trotzdem wird neben der Strecke, geschützt durch Palmwedel, etwas Ackerbau betrieben.

Was da aber angebaut wird, kennen wir nicht. Der Gegenverkehr ist auch immer wieder interessant.

Nach einen kurzen Zwischenstop in Zagora geht es weiter Richtung Norden nach Quarzazate. Unterwegs halten wir noch an, um noch Esswaren zu kaufen.

Manuel geübtes PCT-Auge für wilde Uebernachtungsplätze kommt uns zu Gute. Wir finden einen schönen Platz in einem Qued.

Silvan Geburtstagsessen wird ein feiner marokanischer-schweizerischer Eintopf.
Denn noch eine grosse Ueberraschnung. Morgen werden Silvan und Manuel den Blog schreiben.