Am Morgen, nach unserem zweiten Free-camping Platz, kriecht auch Manuel als letzter mit verstrubelten Haaren aus dem VW-Bus. Mit dem Duft von frisch gebrautem Kaffee und den mit liebe zubereiteten französichen Omelett von Silvan starten wir in den Tag. Bei unserem Morgenritual, ein gemeinsamer prüfender Blick auf die Landkarte Marokkos, planen wir die Route in die 250 Km entfernte Todra-Schlucht.

Unsere Strecke führt uns durch Palmenwälder, über Bergstrassen und weite Wüstenebenen, die uns alle stark an die USA erinnern.
Auf einer Aussichtsplatform endet unser spontaner Dattelkauf in einer erneuten Entäuschung. Nur die oberste Schicht der Packung enthält die süssen und saftigen Früchte. Der Rest ist vertrocknet. Doch wir nehmens gelassen und lernen daraus. Beim nächsten Kauf wird die ganze Packung kontrolliert und durchgescannt. In diesem wunderbaren Land, wo man gerne mal auf die Tricks der Einheimischen hineinfällt, wird uns aber auch viel Liebe und Lebensfreude mitgegeben. Vielfach reicht schon das herzliche Zuwinken von den Kindern am Strassenrand.


Fahrer- und Beifahrerwechsel lassen längere Fahrten wie heute angenehmer meistern.

Auch sind wir uns einig, dass das VW-Büssli und der Landy ein gutes Duo bilden um die atemberaubenden Landschaften sowie die Dörfer und Städte Marokkos zu erkunden.
In der Todra-Schlucht suchen wir uns einen Free-Camping Platz, der ebensfalls Ausgangspunkt unserer morgigen Wanderung sein wird.

Den Wecker stellen wir uns früh morgens auf 6:00 Uhr, so dass wir den Sonnenaufgang während unserer Wanderung geniessen können und die ersten Höhenmeter noch vor der Mittagshitze meistern werden.
Zum Znacht gibts mal nicht Tagine oder Couscous, sonders ganz klassisch, Spagetti mit Claro-Tomatensauce.
Unsereren grosszügig gezuckerten Abendtee trinken wir alle zusammen im VW-Büssli.
Während dem schreiben dieser Zeilen merken wir, dass die Tage hinter dem Steuer meistens die Energieraubendsten sind.
Müde aber Glücklich gehen wir zu Bett.

(Gastautoren: Silvan/Manuel)