Wir stehen wie geplant um 6 Uhr auf, essen etwas und machen uns an den Aufstieg. Unterwegs treffen wir einen Hirten.

Dank GPS finden wir auch den Durchstieg über ein Feldband und kommen rasch voran.

Der schon starke Wind wird immer heftiger und es ziehen Wolken auf. Am höchsten Punkt der Wanderung bläst es wie verrückt und es beginnt zu schneien, von Sonnenaufgang keine Spur.

Hier oben auf ca 2000 Metern hausen Nomaden und die ziehen auch bei diesem Wetter mit ihren Kindern und Tieren herum. Mehrfach sehen wir deren Behausungen und begegnen ihnen.


Sofort kommen sie, vorallem die Kinder, auf uns zu und fragen nach Essen oder Geld. Wir geben ihnen etwas zu essen, solange wir selber noch etwas im Rucksack haben.
Während des Abstiegs verziehen sich die Wolken wieder. Als wir unten am andern Ende der Talenge in den Gärten entland des kleinen Flusses ankommen, ist es wieder strahlend blau.

Als wir durch die Talenge wieder zurück gehen, sehen wir die Nomaden, wie sie am Fluss mit ihren Eseln lagern und ihre vielen Wasserflaschen auffüllen.

Am Mittag sind wir wieder bei unseren Autos.
Wir fahren weiter nach Norden Richtung Atlas. Bald sind wir auf einer Hochebene, die bis zu 2400 m.ü.M hoch ist. Es ist sehr rau hier oben und beginnt wieder zu schneien. Trotzdem wird Ackerbau betrieben und das Wasser mit diversen Kanälen auf die Felder verteilt.

Auffallend ist, dass kaum sehen uns Kinder, diese fast ausnahmslos an die Strasse rennen, winken und die Finger aneinanderreiben und uns so zu verstehen geben, dass sie Geld wollen. Wir winken zurück und lächeln.

Die Szenerie erinnert mich an Bilder aus den Anden, die ich schon gesehen habe.
Wir kommen aber nur langsam voran. Der Zustand der Strassen ist sehr unterschiedlich. Diese sind z.T wegen Unwettern verschüttet worden und die Aufräumarbeiten noch im Gange sind.

Jedenfalls sind unsere Fahrzeuge am Ende mit Schlamm vollgespritzt.
Es ist gar nicht so einfach einen Uebernachtungsplatz zu suchen. Wir peilen darum einen Campingplatz an, den wir auf der Karte gesehen haben, finden dann aber vorher auf einem nicht mehr gebrauchtem Strassenabschnitt in einer Kurve noch einen Platz. In der Zwischenzeit ist es schon dunkel und auch ziemlich kalt. Wir verkriechen uns in Silvans Bus kochen uns etwas Znacht. Da der Zmittag auf der Fahrt vergessen ging, verschlingen wir einen ganze Pfanne Chili con Carne-Goulasch.