Wir parken wirklich nur 4night, denn also wir weiter gegen Osten ins Landesinnere losfahren, ist es immer noch dunkel.

Die Autobahn steigt bis etwas 700 m.ü.M an und wir kommen in dichten Nebel. Während den nächsten 1.5 Stunden heisst es besonders vorsichtig zu fahren, denn die Lastwagen sind nicht immer gut beleuchtet und an den Steigungen deutlich langsamer.

Nach etwa der Hälfte der Fahrstrecke verläuft unsere Route wieder nach Süden Richtung Granada. Der Nebel und die Wolken verziehen sich und es wird warm und wärmer. Wir entscheiden uns zur Mittagspause einen Stellplatz in der Nähe von Banos de la Encina (ebenfalls park4night) anzufahren, den ich als möglichen Uebernachtungsplatz herausgesucht habe. Er stellt sich auch hier als gute Wahl heraus. In kurzen Hemden rasten wir hier.

Endlose Olivenbaumplantagen begleiten uns während unserer Weiterfahrt Richtung Süden nach Granada. Den Campingplatz Sierra Nevada ereichen wir am Nachmittag.
René kennt die Stadt von einem früheren Besuch uns weiss, von wo aus sich die Alhambra gut fotografieren lässt. Wir spazieren an Orangenbäumen entlang zur Terasse und machen noch einen Abstecher auf den Hügel von San Miguel Alto.

Von dort lässt sich die Stadt und der Sonnenuntergang schön erleben. Der Hügel ist bevölkert von vielen eher alternativen jungen Menschen. Ich überlege mir, ob auch Silvan hier oben gewesen ist. Ueberhaupt frage ich mich immer wieder, wo Silvan in Granada war, als er hier seinen Bus reparieren liess.

Wir kehren wieder zur Terasse zurück. Dort vermischen sich Touristen mit Musikern, Verkäufern und Bettlern, der Ausblick auf die Alhambra wird vor allem als Hintergrund für Selbstinszenierungen verwendet. Einen guten Platz um auf gute Lichtverhältnisse zu warten, müsste man sich erkämpfen und verteidigen. Das ist nicht so meine Sache.

Trotzdem war es schön, ein erstes Mal durch Granada zu spazieren. Andalusien steht sowieso auf unserer Reiseliste, wir werden also wiederkommen.