Die blau gestrichene Stadt Chefchaouen ist heute unser Ziel. Wie schon so oft, schlägt Hannes einen Nebenweg vor und so fahren wir über die Berge ins Bergdorf. Es ist eine spannende, beeindruckende Fahrt.

Wir kommen durch kleinste Dörfer, sehen die ärmlichen, wellblechgedeckten Häuser, schon kleine Mädchen mit Kopftüchern, Frauen die arbeiten und Männer, die beisammen stehen. Aber auch die Natur lässt uns staunen. Wir erspähen eine Horde Berberaffen, die sofort die Flucht ergreift. Und als ich ein Stück spezielles Holz aufhebe, merke ich, dass es Kork ist und wir von Korkeichen umgeben sind, die auch geschält werden. Sicher ein willkommener Zusatzverdienst in dieser ländlichen Gegend.

Am Nachmittag kommen wir am Ziel an und für Hannes ist es ein besonderer Moment, als wir in den gleichen Zeltplatz einfahren, indem er vor einem Jahr mit Manu Silvan getroffen hat. Ich bin berührt, wie fest er berührt ist.
Während sich René von einer sehr schlechten Nacht erholt, trinken wir einen Kaffee und machen uns dann alle auf den Weg in die Stadt. Während dem Abstieg durch einen alten Friedhof, sehen wir sie zuerst von oben und tauchen dann immer mehr in die blau getrichene Stadt ein.
Es sind sehr ungewohnte Bilder, die uns erwarten und wir staunen um die Wette. Warum die Häuser, Treppen und manchmal sogar die Böden blau angemalt wurden, wüsste ich zu gerne.

Vielleicht hilft Google da irgendwann mal weiter. Leider ist das blau nur noch in der Stadt und nicht mehr am Himmel. Es beginnt immer mehr zu regnen und der Boden wird immer rutschiger. Wir flüchten zu einem The à la menth. Er wärmt uns und tut gut, beendet den Regen aber auch nicht. Wir finden im Reiseführer ein Restaurant mit dem schönen Namen «la lampe magique».
Den Weg dorthin zu finden, war nicht ganz so einfach, aber es lohnte sich. Bei wärmendem Feuer essen wir die erste Tagine in schöner Atmosphäre und geniessen unser Zusammensein.

Furi
19. Februar 2019 — 10:55
Die blaue Farbe, so der Legende der alten Eingeimischen nach, soll vor bösen Blicken schützen!
Liebi Grüess, Furi