Reiseblog und Fotos

Marokko 2019

bunt

Jeder unserer Tage ist so bunt und voller neuer Eindrücke.
Heute erwachen wir an unserem schönen Platz am Meer, die Wellen brechen laut und leider windet es auch recht fest.

Wir probieren, die Autos fürs Frühstück so zu stellen, dass wir im Windschatten essen können. Trotzdem landen viele Sandkörner im Porridge, ein Vorgeschmack auf die Wüste?
Immer weiter fahren wir der Küste entlang gen Süden und immer mehr Esel und alte Autos sind unterwegs. An das Bild der Esel mit ihren Reitern und vollgepacken Taschen habe ich mich immer noch nicht gewöhnt und bin jeder Mal neu fasziniert.

Wir kommen in Essaouira an. Es ist der touristischte Ort, den wir bis jetzt besucht haben. Trotzdem macht es Spass, durch die Medina zu schlendern und all die bunten Auslagen zu bestaunen, ein Augenschmaus.

Und wie immer, gibt es ein paar Gassen daneben kaum mehr Touris.

Im ehemaligen Judenviertel, der Mella, finden wir das ursprüngliche Essaouira und ausserhalb der Altstadtmauern suche ich vergebens die Frauencooperative, die so feines Gebäck herstellt, dafür finden wir viel afrikanisches Leben.
Dann gibts das erste Mal Couscous zum Zmittag. Danach gehen Rita und ich Schmuck einkaufen.

Wir erstehen je drei paar Ohrenringe und der Tuareg erklärt uns lachend, jetzt müssen wir das Spiel des Handelns mitmachen. Er nennt seinen ersten Preis, wir unseren, ca. einen drittel von seinem. Dann nähert man sich in kleinen Schritten und einigt sich dann irgendwo bei der Hälfte des Startpreises. Der Verkäufer jammert, wie schlecht es ihm dabei geht, macht aber am Schluss ganz sicher ein gutes Geschäft.
Am Hafen erleben wir danach viel Spannendes. Der Hafen ist recht gross und es kommen auch am Nachmittag noch kleine Fischerboote an, die ihren Fang auspacken. Viele Einheimische schauen zu und Frauen stehen schon mit ihrem Eimern bereit zum Kaufen. Wir erleben mit, wie drei grosse Hai ausgeladen werden.

Dahinter findet der Fischmarkt statt. Sehr spannend zum Zuschauen, aber mir vergeht jeglicher Appetit auf Fisch. Es ist recht warm und wir haben keine Ahnung, wie lange die Fische hier schon liegen. Trotzdem ist es wieder ein Augenschmaus, dieses afrikanische Leben und wir können uns kaum satt sehen. Während Hannes und René noch fotografieren, sitzen Rita und ich auf einer Treppe und lassen die Menschen an uns vorbei ziehen. An vieles haben wir uns schon gewöhnt, anderes ist immer noch aufwühlend, z.B der Bettler, der alle seine Kleider übereinander an hat.
Während die Gischt hoch an die Hafenmauer spritzt und hunderte Möven darüber segeln, trinken wir einen am Stand frisch gepressten Saft und verlassen dann diese quirlige Stadt.

Ein Campingplatz, der als auserordentlich schön und mit europäischen Standarts beschrieben wird, ist unser Ziel. Leider stimmt diese Beschreibung gar nicht. Trotzdem tut das Duschen sehr gut und die Waschmaschine, die es ausergewöhlicherweise gibt, erleichtert uns das Campingleben.

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