Wir fahren durch das Tal der Ammeln, eines Berberstammes, dessen Frauen  alle schwarz verhüll sind. Ihre Umhänge haben aber schöne farbige Bordüren. Ich stelle mir vor, wie sie sich diesen Schmuck erkämpft haben. Ihr Häuser sind a schön, gross und gut unterhalten.
Die Landschaft ändert sich und wir kommen in sehr spezielle Steinformationen, die uns an verschiedene Nationalparks in den USA erinnern.
Wir besteigen einen Felsen, weil er sich wie ein Band bis zur Strasse neigt und uns so geradezu dazu einlädt. Von hier oben sehen wir auch einige abgestorbene Bäume. Wieder unten, merken wir, dass es Mandelbäume sind, die für diese Region so typisch sind. In ein paar Tagen findet hier das grosse Mandelblütenfest statt. Wir haben aber gestern erfahren, dass es hier seit über vier Monaten nicht geregnet hat und die Menschen deshalb zur Zeit auch keine Landwirtschaft betreiben. Der Klimawandel lässt grüssen. Bis jetzt hat das nur der Arganbaum überlebt. Trotzdem entdecken wir an ein paar Bäumen Blüten und wachsende Früchte.

Sogar eine Mandel der letzten Saison knacken und essen wir noch. Aber von der Blütenpracht, die wir erwartet haben, fehlt jede Spur.
In Tafraoude staunen wir über drei gut belegte Campingplätze und ganz viele Camper ausserhalb. Die meisten sind wohl zum Überwintern hier.
Die Gesteinsformationen rund um den Ort sind toll, immer wieder zeigen wir einander speziell schöne Exemlpare. In einem kleinen Dorf sind die alten Häuser richtig mit den Felsen zusammengebaut. In dieser Kulisse lässt sich, wieder im Schatten eines Arganbaumes, gut lunchen.

Im Städchen gibt es dann noch einen Kaffee und einen Rundgang und wir erstehen Berberbrot. Dieses wird auf Steinen gebacken und hat deshalb viele kleine Einbuchtungen. Das Brot schmeckt fein, aber besonders sehenwert ist der Ort, wo es gebacken wird. Ein winziger Raum, leicht zu übersehen, wo der Ofen mit Schalen der Arganfrüchte geheizt wird und ein Mann jeden Teigfladen von Hand auf die Steine schiebt.


Vor Jahren wurden ausserhalb der Stadt viele Felsen von einem Künstler farbig angemalt. Wie unsere roten Steine in der Sihl, einfach viel viel grösser und mehr.

Als wir zwischen den hellblauen und rosaroten Steinen herumlaufen, wissen wir alle nicht so recht, was wir davon halten sollen. Einerseits eine witzige Idee und beeindruckend, welche Flächen da bepinselt wurden. Andererseits sind die Felsformen auch ohne Farbe spektakulär und es ist sehr schade, dass so viele Touristen auch noch ihr Gekritzel darauf hinterlassen.
Während unsere Männer noch im Abenlicht fotographieren, kochen Rita und ich gemütlich an der Sonne Znacht.

Wir schlafen in der Nähe der Felsen. Leider nicht ganz alleine, denn ein Fahrzeug lässt laute Technomusik laufen, während wir lieber der Stille unter dem Sternenhimmel lauschen würden.