Im Regen fahren wir auf einen Stellplatz Mitten im Zentrum von Marrakesch, einen 24h bewachten Parkplatz. Von hier aus schlendern wir in den Souk in der Medina und lassen uns dort treiben. Die Fülle ist überwältigend, deshalb lassen wir hier Fotos sprechen.








Ganz am Schluss stossen wir unerwartet auf eine ganz dunkle Seite. In einem Hinterhof hören wir es hämmern, wir haben die Metallverarbeitung gefunden. In einem dunklen Raum sitzten auch zwei Buben am Boden und klopfen Messing. Nicht, das mich das total überrascht hätte, aber es ist heftig, die Realität der Kinderarbeit plötzlich so direkt zu sehen. Eine Lampe, die ich gerne gehabt hätte, kaufe ich jetzt bestimmt nicht mehr. Wir machen immer wieder Pausen, trinken The à la menth und geniessen das Leben, das bunt an uns vorbei zieht, Touristen und Einheimische. Wirklich bedrängt werden wir selten, aber man muss sich gut überlegen, ob man nach einem Preis fragt, denn danach kommt man oft nur schwer wieder aus dem Geschäft. Manchmal ist es richtig beelendend, wie Verkäufer einem nachrennen und das Objekt für einen ganz tiefen Preis doch noch verkaufen wollen.
Znacht essen wir auf einer Terasse mit Blick auf den berühmten Djemal el Fna, den Platz der Garküchen, Musikanten und Gaukler, der gerade zum Nachtleben erwacht.

Comments by Hannes Schneeberger