Trans-Swiss-Trail 4. Tag, Saignelégier – Mont Soleil, 19 km
Hotel und wir, das ist keine Liebesgeschichte. Bis jetzt hat uns keine Unterkunft wirklich gefallen. Bei Laufen diskutieren wir viel über Alternativen.
Der Weg führt heute am Anfang lange der Strasse entlang und ist geteert.

Das Laufen ist anstrengend, wir weichen immer auf den weichen Seitenstreifen aus.
Dann kommen sie in Sicht, die ersten Pferde. Mit fällt vor allem ein schwarzes Pferd auf, gleiche Rasse wie die Zirkus Knie Pferde, mit extrem durchhängenden Rücken. Beim Näherkommen lesen wir, dass hier die Stiftung für das Pferd zuhause ist. Viele alte Pferde, Ponys und Esel verbringen hier einen würdigen Lebensabend und schliessen laut Broschüre feste Freundschaften. Ich bin berührt und fasziniert.

Unerwartetes am Wegrand zu finden, das liebe ich so am Unterwegssein.
Zum Glück wird unser Weg jetzt weicher, wir wandern durch herrliche Tannenwälder und Wytweiden. Pausen sind wichtig und wenn man so verwöhnt wird, will man fast nicht mehr weiter.

Auf dem Aufstieg zur nächsten Jurakette wartet eine weitere Überraschung. Wir entdecken ganz viele wilde Osterglocken, eine Augenweide, die uns bis hinauf begleitet.
Oben angekommen stehen wir im grössten Solar- und Windkraftwerk der Schweiz.

Sehr eindrücklich, wenn die grossen Windpropeller so nahe an einem vorbei rauschen.
Wir verlassen die Route 2 ein wenig und kommen zu unserem Hotel auf dem Mont Soleil.

Ein bisschen viel Schäbischick, aber bis jetzt das Beste. Auf der Sonnenterasse lassen wir den Tag mit Tee und Bier ausklingen und freuen uns, dass wir trotz 20 gelaufenen Kilometern noch fit sind.

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