Ulm – Deitlingen, 59 km

Die Apothekerin meinte gestern, etwas Ruhe würde meinem Knie gut tun. Deshalb planen wir für heute weniger Velofahren. Es trifft sich gut, wir verbringen den Morgen in Ulm, käffelen, shoppen, die Stimmung geniessen.


Einmal ganz in die Donau eintauchen wäre mein Wunsch, ich schaffe nur die Hälfte, es erfrischt sehr.

Gegen Mittag brechen wir das Zelt ab und nach einem spontanen Sushi-zmittag suchen wir einen Velohändler auf.

Auf unserem ersten Campingplatz haben wir ein cooles Tandem gesehen. Hannes hat herausgefunden, dass es dieses Velo in Ulm zum Probefahren gibt.

Ein wirklich faszinierendes Teil, vorne Liegevelo, hinten sitzt man. Bei der ersten Fahrt merke ich, wieviel Vertrauen man vorne haben muss, denn man kann weder bremsen noch lenken. Aber mein Chauffeur ist ja Profi! So kurven wir durchs Wohnquartier und werden immer besser, auch gemeinsames Anfahren und Anhalten will gelernt sein. Wäre so ein Gefährt etwas für uns? Es würde sicher unsere Leistungsunterschiede ausgleichen. Auf der Weiterfahrt mit unseren Velos diskutieren wir die Vor- und Nachteile und träumen schon. Wie um die Vorteile deutlicher hervorzuheben, habe ich heute wirklich Füdliweh.
Es sollte eine kurze Strecke werden, es wurde eine recht lange. Gefühlt geht es immer gerade aus, an der Donau, an der Strasse, im Wald und wieder von vorne.


Wegen eines Rechnungsfehlers müssen wir noch 10 km mehr fahren, als ich hoffe, wir seine gleich da. Altertativen zu unserem Campingplatz gibt es nur wenige und nicht gluschtige. Es sind harte Kilometer, aber in den Abendstunden zu fahren ist wunderschön.
Am Ziel gibt es noch ein kleines Znacht, wir stellen unser Zelt auf und schon ist es stockdunkel.