Gibt es wirklich keine Ecken in Montreux, die uns gefallen könnten? Wir möchten es wissen und starten den Tag mit einem Spaziergang in den Ortsteil, der auf der Karte Old town heisst. Schnell finden wir ein super orginelles Café, wo eine Frau mitten in viel Kitsch selber Croissant und Pain au chocolat bäckt und alle Handwerker frühstücken. Da setzen wir uns gerne dazu.

Nach ein paar anderen Strassen mit weniger Glamour und mehr Einheimischen sind wir wieder am See, fotografieren noch Freddie Mercury, der so früh am Morgen auch noch nicht von Touristen umstellt ist.

Dann schwingen wir uns wieder aufs Pino und setzen den Weg der blumenreichen Uferpromenade entlang fort. Schloss Chillon geniessen wir beim Vorbeifahren.

Ein Abstecher geht zum Hornbach, um einen Schlüssel zu kaufen, falls der Lenker sich wieder lösen würde. Ja, in dieser Industriezone sind wenige Velos anzutreffen.
Dann empfängt uns Frankreich und eine ganz bunte, abwechlungsreiche Route. Es ist alles dabei, vom wunderschönen Veloweg zur antrengenden Strasse mit viel Verkehr, vom schmucken Dörfli, über bewachte Villenviertel zu Dörfern, wo jedes zweite verfallene Haus zum Verkauf steht.
Wir werden ein immer besseres Pinoteam und sind glücklich mit unserem neuen Fahrzeug. Wie erhofft, gleicht es unsere Leistungsunterschiede aus, ich habe kein Füdliweh mehr und wir sind gemeinsam schneller unterwegs und Hannes muss nie auf mich warten. Auch das wir uns so gut unterhalten können, bzw absprechen, was wir machen sollen, ist ein grosser Vorteil.
So vergeht der Tag schnell, wir picknicken natürlich am Wasser und käffelen auch dort. Sonst führt der Weg uns immer wieder mal in die Höhe und wir geniessen dann die Ausicht und die Talfahrt.
Unsere Schatten werden schon länger als wir in Douvaine im Hotel Post ein Zimmer beziehen.


Wir haben es nicht vorreserviert, sondern sind gefahren, bis wir keine Lust mehr hatten. Ein bisschen Spannung, wie früher mit dem Landy, wo wir oft auch nicht viel im Vorraus wussten, wo wir die Nacht verbringen würden.
Wieder wollen wir indisch essen gehen, wieder hat der Inder geschlossen. Wir ziehen durchs Städtli, vieles hat zu, wir landen in einem Pizzatakeaway. Bei einigen Lokalen und Bars sitzen Männer draussen, nie Frauen, das erinnert an Albanien. Der Verkehr ist gross, die Hauptstrasse nonstop voller Autos. Ist die Klimakriese hier schon angekommen?