Donauwörth – Treuchtlingen, 36 km
Wieder einmal vier wochen lang unterwegs sein! Wir sind glücklich und nervös, dass es heute losgeht.
Wollishofen schläft noch, als wir um halb sieben aufbrechen und mit einigen Regentropfen zum Bahnhof fahren.

Weil wir immer genug Zeit einplanen, reicht es noch für ein stärkendes Frühstück.

Die Zugsfahrten, vor denen wir immer ein bisschen Bammel haben, gingen gut, auch wenn der Konfort in den deutschen Bahnhöfen manchmal zu wünschen übrig lässt. Zweimal war der Lift defekt.

Unser Tandem ist ein Conversationpiece, wie meine Mutter sagen würden. Wir kommen leicht mit Leuten ins Gespräch, Hannes erörtert mit einem Russen vom Velofahren bis zum Kommunismus viele Themen.
In Donauwörth angekommen radeln wir los und erkennen viele Ecken wieder, da unsere letzte Tour hier geendet hat. Schon bald ist es so warm, dass wir aufs Tenu kurz wechseln.
Unsere Strecke ist unspektakulär schön. Die Dörfer wirken alle ausgestorben und dadurch etwas trist. In den Grösseren steht auf dem Dorfplatz jeweils ein Maibaum.

Da wir diese Tradition nicht genau kennen, fragen wir die einzige Frau, die wir sehen und sie erzählt uns begeistert, dass es ein Zeichen für den Frühlingsanfang ist und jeweils ein Volksfest darunter stattfindet. Es gebe gleichzeitig die Tradition, dass junge Männer bei den Frauen, die sie anhimmeln, kleine Maibäume mit bunten Bändern in den Garten stellen. So schön, solchen Geschichten persönlich und nicht von Google erzählt zu bekommen.

Immer wieder gefällt uns die Natur sehr gut und gegen Abend kommen wir an unser Ziel, einen kleinen Zelt-, nicht Campingplatz, schön gelegen an der Pegnitz und autofrei!

Schnell steht unser Zelt und wir geniessen ein Znacht beim Griechen und freuen uns sehr, auf unsere erste Zeltnacht.
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