Treuchtlingen – Nürnberg, 72 km
Nach einer Nacht, in der wir genug warm hatten, sind Zelt und Wiese sehr nass.

Wir lassen alles antrocknen und spazieren ins Dorf zum Zmorge. Viele Leute holen hier ihre Brötchen, fast alle mit dem Auto.
So cool, dass wir unser Zelt, zwei Mätteli und zwei Schlafsäcke in einer Velotasche verstauen können. Motiviert treten wir wieder in die Pedale. Für mich ist das Fahren vorne himmlisch, meine Veloträume sind alle erfüllt. Am Morgen begegnen wir vielen Mühlen, vielen Hopfenfeldern und vielen Solaranlagen. Auch das Element Wasser ist gut vertreten, Flüssli, Seen und Seeli begleiten uns.

Sogar steil hoch auf eine Staumauer fahren wir und werden mit einem schönen Ausblick belohnt.


Hoch fahren mit dem Pino ist sehr anstrengend, wir brauchen eine Mittagspause.

Dafür sind wir beim runter sausen lassen sehr schnell, ich habe mich schon etwas an dieses Tempo, das so gar nicht meines ist, gewöhnt.
Manchmal kommen wir gefühlt sehr schnell voran und schon sind wir in Nürnberg. Zum Glück hat es bei der Einfahrt immer Velowege. Trotzdem ist es anspruchsvoll und ich bin Hannes so dankbar, dass er unser Gefährt sicher zum Hotel manövriert.
Nachdem wir etwas ausgespannt haben und alle Zeltteile zum Trocknen aufgehängt sind, lassen wir uns durch die Stadt treiben.

Das mittelalterliche Flair ist sehr schön und die Touristen zahlreich. Natürlich probieren wir die bekannte Nürnberger Rostbratwurst, einen Nürnberger Eliselebkuchen finden wir am Sonntag leider nicht. Aber «dank» Globalisierung wissen wir ja, wie er schmeckt.


Unsere Beine sagen uns immer wieder, das wir heute etwas geleistet haben. Zufrieden essen wir fränkische Spargeln zum Znacht,

schlecken ein Gelati und fallen müde ins Hotelzimmer, wo wir noch blogen und uns um die morgige Strecke kümmern.
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