Leipzig – Leipzig, 0 km
Das Pino bleibt heute in der Garage. Zu Fuss und mit ÖV Ticket machen wir uns auf nach Plagwitz. Das ist ein angesagter Stadtteil von Leipzig und früher war dort das Geschäft meiner Grossonkel. Der Weg führt durch Wälder, deren Bärlauchgeruch auf leeren Magen schwer zu ertragen ist, so intensiv duftet es.

Das Quartier schläft noch ein bisschen, als wir ankommen, alle Läden noch geschlossen, die Bäckereien zum Glück nicht.
Der Karl-Heine-Kanal schlängelt sich durch und lässt Erinnerungen an Venedig wach werden, allerdings gepaart mit viel alternativem Grossstadtflair.

Auch die Südvorstadt und Connewitz gefallen uns von der Stimmung und den Läden her. Viele Strassen sind sehr breit und grün.

Am Nachmittag nehmen wir an einer free walking tour teil. Das sind Stadtführungen zu Fuss, bei denen man am Schluss den Preis selber bestimmt. Wir haben sehr Glück mit unserem Guide.

Er bringt uns begeistert und orginell die Innenstadt von Leipzig und deren spannende ältere und jüngere Geschichte nahe.

So entscheiden wir uns spontan, noch einen Tag länger zu bleiben, da es noch so viel interessantes zu entdecken gibt und wir gut im Zeitplan unserer Reise liegen.
Gegen Abend fahren wir noch mit dem Tram zum Völkerschlachtdenkmal, einem unglaublich grossen Bauwerk als Erinnerung an die Schlacht von 1813.

Ich habe es schon auf Fotos gesehen, wenn man aber vor dem 90 Meter hohen Denkmal steht und den See der Tränen davor sieht, ist das ein spezielles Gefühl.
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