Leipzig – Bergwitz, 78 km
On the road again! Darauf freuen wir uns jetzt beide. Das Herausfahren aus der grossen Stadt klappt wunderbar, auf einem Veloweg gehts der Elster entlang.
Dann kommen wir ins Gebiet der Seen, die aus den ehemaligen Braunkohleabbaugebieten entstanden sind. Ich finde die Umgebung recht trist. Auch die kleinen Dörfer, die immer wieder auftauchen versprühen keinen Charme und wirken leblos.

An einem See finden wir einen Picknickplatz nahe am Wasser.

Das Gebiet ist als Naturschutzgebiet gekennzeichnet. Mir gefällt es nicht so gut. Wahrscheinlich habe ich zu viele Bilder von schweizer Gewässern im Kopf. Die ganze Gegend ist sogenannte Braunkohlefolgelandschaft, was für eine Bezeichnung!
Ich träume von einer Oase, aber das höchste der Gefühle ist ein Kaffee im kleinen Supermarkt. Trotz allem haben wir es sehr lustig beim Radeln. Einmal überqueren wir den Fluss Mulde, an dem meine Mutter und meine Tante während dem Krieg eine Zeit lang wohnten.

Am Nachmittag erreiche wir einen grossen Campingplatz, auch an einem See. Die Zeltwiese liegt wunderbar, direkt am Wasser.

Als die ersten Regentropfen fallen, sitzen wir schon beim Radler und als wir ausgetrunken haben, ist der Spuck schon wieder vorbei. Wir picknicken am Sandstand mit Wellengeplätscher. Ein schickes Hotel, ein einfacher Camping, wir lieben beides und vor allem den Wechsel. Dann beginnt es wieder zu regnen und wir kriechen in unser Zelt, lauschen dem vertrauten Geräusch der Tropfen aufs Zeltdach, sind zufrieden, dass alles trocken bleibt und schlafen wohlig ein.
Comments by Moni